Die USA planen, iranische Vermögenswerte, die in den USA eingefroren sind, an die vom Iran angegriffenen Golfstaaten weiterzuleiten, berichten mehrere US-Medien. Laut einer Quelle im Umfeld des US-Finanzministers Scott Bessent wird das Finanzministerium darüber nachdenken, diese Mittel zur Unterstützung seiner Verbündeten in der Region einzusetzen, insbesondere nach iranischen Angriffen. Diese Maßnahme würde im Rahmen der aktuellen Situation im Irak-Krieg stattfinden, der seit Mitte Februar 2026 andauert.
Bessent hat bereits umfassende Schätzungen der seit Kriegsbeginn bereits entstandenen Schäden in Auftrag gegeben. Diese Schätzungen sollen dabei helfen, die finanziellen Folgen der Angriffe besser einzuschätzen und mögliche Reparatur- sowie Wiederaufbaumaßnahmen zu planen. Die genaue Art der Vermögenswerte, die in Betracht gezogen wurden, ist bisher nicht bekannt. Es könnte sich um Geld auf eingefrorenen Bankkonten handeln oder um Sachwerte wie Öltanker. Die Entscheidung, ob und wie diese Vermögenswerte genutzt werden, steht noch im Vorfeld.
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich in den letzten Wochen deutlich verschärft. Der Iran hat seit Beginn des Krieges mehrmals Geschosse auf Staaten am Persischen Golf abgeschossen, darunter in der Nacht am Samstag auf Kuwait und Bahrain. In diesen Ländern befinden sich US-Militärstützpunkte, die nur wenige hundert Kilometer von der iranischen Küste entfernt liegen. Obwohl ein Waffenstillstand vereinbart wurde, gibt es immer wieder Angriffe auf beiden Seiten. Dies hat die Sicherheitslage in der Region erheblich verschlechtert.
Mohsen Resaei, ein Berater des iranischen Obersten Führers, hatte zuvor angemeldet, dass ein Friedensabkommen von der Freigabe von 24 Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten abhängt. Diese Vermögenswerte sind in den USA eingefroren worden, da sie als Einnahmequellen für den Iran betrachtet wurden. Die Friedensverhandlungen sind daher stark von dieser Frage abhängig. Ein pakistanischer Minister für Krieg reiste am Samstag nach Teheran, um als Vermittler zu fungieren, doch die Gespräche in Stocken geraten zu scheinen.
Die Spannungen wurden durch weitere Angriffe verstärkt, wobei die US-Streitkräfte die iranischen Radarstellen angriffen und die iranischen Revolutionsgarden daraufhin die US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain angriffen.
Die USA und der Iran verhandeln indirekt über ein Interimsabkommen zur Beendigung der Kriege. Teheran fordert dabei Zugang zu Milliardenöleinnahmen, Ausnahmen von Sanktionen gegen Rohölexport und die Aufhebung der US-Blockade seiner Häfen. Zudem hat der Iran die Blockade der Straße von Hormus als Voraussetzung für ein Abkommen mit Washington genannt. Diese Straße ist ein wichtiger Transitweg für globale Öltransporte, und ihre Blockade hat den Weltölpreis erheblich beeinflusst. Der Iran hat zudem den Waffenstillstand im Libanon zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz als Bedingung für ein Abkommen mit Washington vorgeschlagen.
Die Situation bleibt hochspannend, und die Zukunft der Verhandlungen hängt stark davon ab, ob die USA bereit sind, die von ihnen eingefrorenen iranischen Vermögenswerte freizugeben oder stattdessen an die betroffenen Golfstaaten weiterzuleiten.
2 Berichte
KurierParteinahMittevor 28 Tagen Brisante Pläne: USA wollen eingefrorene Iran-Milliarden umleitenDie Vereinigten Staaten überlegen, die gefrorenen iranischen Vermögenswerte in die von Iran angegriffenen Golfstaaten umzuleiten. Laut Berichten, die einer Quelle, die dem Finanzminister Scott Bessent nahe steht, zitieren, erforscht das US-Finanzministerium Wege, diese Mittel zu nutzen, um Verbündete in der Region nach iranischen Angriffen zu unterstützen. Der Bericht erwähnt, dass umfassende Schadensbewertungen in Auftrag gegeben wurden und dass Optionen ausgewertet werden, um iranische Vermögenswerte für zukünftige Reparatur- und Wiederaufbaufläufe zugänglich zu machen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält sachliche Informationen ohne offen vorurteilte Sprache oder selektive Quellen.
ORF NewsStaatlich / öffentlichMittevor 28 Tagen Berichte: USA wollen Golfstaaten iranisches Geld gebenDie Vereinigten Staaten überlegen, iranische Vermögenswerte in die von Iran angegriffenen Golfstaaten umzuleiten. Laut Berichten, die von mehreren US-Medien zitiert wurden, erforscht das US-Finanzministerium Wege, seine Verbündeten in der Region nach iranischen Angriffen zu unterstützen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält sachliche Informationen ohne offen voreingenommene Sprache und betont mehrere US-amerikanische Medienquellen und nimmt keine Stellung zum politischen Vorschlag selbst ein.
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