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Aufrüstung: Pistorius plant laut Berichten Aus für Fregattenprojekt F126
Germany🏛️ Politikvor 9 Tagen

Aufrüstung: Pistorius plant laut Berichten Aus für Fregattenprojekt F126

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius plant angeblich, das F126-Fregattenprojekt, Deutschlands größtes Marinewaffenprogramm, aufgrund anhaltender Verzögerungen und Herausforderungen aufzugeben. Das Projekt, das den Bau von sechs großen Fregatten zu einem Kostenpreis von rund 10 Milliarden Euro vorsah, ist seit seiner Initiierung im Jahr 2020 vier Jahre hinter dem Zeitplan zurückgeblieben. Laut Berichten von *Spiegel* und der *Financial Times* haben Pistorius und andere Regierungsvertreter Verteidigungsunternehmer und Gesetzgeber über ihre Entscheidung informiert, das F126-Projekt einzustellen. Stattdessen soll der Kauf von acht kleineren Meko A-200-Fregatten vom Kieler Schiffbauer TKMS geplant sein. Die deutsche Marine unterstützt diese Verschiebung. Das F126-Projekt hatte mehrere Rückschläge, darunter einen Wechsel des Hauptunternehmers von der niederländischen Naval Damen zur deutschen Naval Vessels Lürssen, die später von Rheinmetall übernommen wurde. Trotz dieser Änderungen blieb das Projekt verzögert, was die Regierung dazu veranlasste, alternative Lösungen in Betracht zu ziehen.

Das Verteidigungsministerium hat das teuerste Marine-Projekt der Bundeswehr, das Fregatten-Projekt F126, endgültig beendet. Dieser Entschluss markiert einen tiefgreifenden Wendepunkt in der deutschen Rüstungspolitik und bringt weitreichende Folgen für die Beteiligten mit sich. Der Minister, Boris Pistorius (SPD), gab am späten Dienstag die Entscheidung bekannt, die mitwirkenden Werften über den Abbruch des Projekts zu informieren. Offizielle Kündigungsschreiben sollen am Mittwoch an die niederländische Damen-Werft und die rheinmetall-Tochter NVL geschickt werden.

Die Peene-Werft, die Teil des Rheinmetall-Konzerns ist, hatte bereits Teile des Rumpfes der Fregatte F126 geschweißt und verschiedene Komponenten wie Radare und Motoren beschafft.

Die Entscheidung folgt auf eine Reihe von Verzögerungen und einem massiven Anstieg der Kosten. Ursprünglich war der Bau von sechs Fregatten mit einer Gesamtkosten von sechs Milliarden Euro geplant, doch die tatsächlichen Ausgaben haben sich auf über 18 Milliarden Euro erhöht. Dies macht das Projekt zur teuersten Marineinvestition der Geschichte. Im Juni 2020 wurde der Preis für vier Schiffe mit sechs Milliarden Euro angegeben. Bislang wurden bereits mehr als zwei Milliarden Euro in das Projekt investiert, wobei der Bund in der letzten Woche noch 145 Millionen Euro an die Damen-Werft überwiesen hatte.

Diese Zahlungen entsprachen den vertraglich vereinbarten Zahlungsbedingungen, da der Baufortschritt gemessen wurde.

Finanzielle Risiken und Unklarheiten spielten eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung. Vor allem die offenen Garantien der Damen-Werft, die sich auf rund vier Milliarden Euro beliefen, sorgten für Unsicherheit. Obwohl eine beteiligte Person betonte, dass diese Risiken bereits gelöst worden seien, bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums dies nicht. Die Entscheidung überraschte die Beteiligten, da erst in der vergangenen Woche noch Betonung auf die Realisierung des Projekts gelegt wurde. Für die Unternehmen, einschließlich Damen, Rheinmetall und NVL, bedeutet dies eine unerwartete Entwicklung, die mögliche finanzielle Verluste und Vertrauensverluste nach sich ziehen könnte.

Stattdessen wird die Bundesregierung nun acht Fregatten des Typs Meko A-200 bestellen, die von TKMS (früher Thyssenkrupp Marine Systems) entworfen wurden. Der Stückpreis für jede Fregatte liegt bei 1,6 Milliarden Euro, war günstiger als die F126. Allerdings sind die Meko-Fregatten nur etwa 120 Meter lang, während die F126 fast 166 Meter misst. Die neuen Fregatten sollen zwar die Weltweitigkeit der Bundeswehr erhöhen und auch die Jagd auf U-Boote ermöglichen, aber sie sind deutlich kleiner und weniger leistungsfähig als die ursprünglich geplanten Schiffe.

Die Entscheidung hat nicht nur finanzielle, sondern auch politische Konsequenzen. Die Bundeswehr hatte sich auf die F126 als Schlüsselgerät für ihre Zukunft verlassen, und der Rückzug vom Projekt könnte die militärische Kapazitätsentwicklung beeinträchtigen. Gleichzeitig zeigt die Entscheidung, dass die Regierung bereit ist, kostspielige Projekte zu streichen, wenn die Risiken zu groß werden. Die Zukunft der deutschen Marine bleibt unsicher, und die Reaktionen innerhalb der Rüstungsindustrie und der Politik zeigen, dass dieser Schritt sowohl kontrovers als auch notwendig wahrgenommen wird.

3 Berichte

CORRECTIV logoCORRECTIVUnabhängigMittevor 9 Tagen
Pistorius beendet teuerstes Marine-Projekt der Geschichte

Das deutsche Verteidigungsministerium hat das teuerste Marineprojekt in der Geschichte des Landes beendet, das den Bau von sechs Fregatten der F126-Klasse beinhaltet. Ursprünglich für vier Schiffe mit rund sechs Milliarden Euro geplant, sind die Kosten des Projekts aufgrund von Verzögerungen und steigenden Kosten auf über 18 Milliarden Euro gestiegen. Trotz erheblicher Fortschritte, einschließlich des Schweißens von Teilen des Schiffsrumpfes und der Beschaffung von Komponenten wie Motoren und Radaren, wurde das Projekt gestoppt. Die Entscheidung wurde vom Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) unter Berufung auf finanzielle Risiken und erhöhte Kosten getroffen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine sachliche Darstellung der Beendigung eines großen Verteidigungsprojekts unter Berufung auf offizielle Erklärungen und Branchenquellen.

Die Zeit logoDie ZeitUnabhängigMittevor 10 Tagen
Aufrüstung: Pistorius plant laut Berichten Aus für Fregattenprojekt F126

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius plant angeblich, das F126-Fregattenprojekt, Deutschlands größtes Marinewaffenprogramm, aufgrund anhaltender Verzögerungen und Herausforderungen aufzugeben. Das Projekt, das den Bau von sechs großen Fregatten zu einem Kostenpreis von rund 10 Milliarden Euro vorsah, ist seit seiner Initiierung im Jahr 2020 vier Jahre hinter dem Zeitplan zurückgeblieben. Laut Berichten von *Spiegel* und der *Financial Times* haben Pistorius und andere Regierungsvertreter Verteidigungsunternehmer und Gesetzgeber über ihre Entscheidung informiert, das F126-Projekt einzustellen. Stattdessen soll der Kauf von acht kleineren Meko A-200-Fregatten vom Kieler Schiffbauer TKMS geplant sein. Die deutsche Marine unterstützt diese Verschiebung. Das F126-Projekt hatte mehrere Rückschläge, darunter einen Wechsel des Hauptunternehmers von der niederländischen Naval Damen zur deutschen Naval Vessels Lürssen, die später von Rheinmetall übernommen wurde. Trotz dieser Änderungen blieb das Projekt verzögert, was die Regierung dazu veranlasste, alternative Lösungen in Betracht zu ziehen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die Situation objektiv, zitiert mehrere seriöse Quellen (*Spiegel*, *Financial Times*) und skizziert sowohl die aktuellen Pläne als auch die Gründe für den vorgeschlagenen Wechsel.

Der Spiegel logoDer SpiegelUnabhängigMittevor 10 Tagen
Boris Pistorius: Der Verteidigungsminister will das Fregatten-Projekt F126 beenden

Der Artikel behandelt den Vorschlag des deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius, das F126-Fregattenprojekt zu beenden, das eine bedeutende Verteidigungsinitiative mit erheblichen Investitionen war. Das Projekt, das ursprünglich zum Bau fortschrittlicher Fregatten für die deutsche Marine gedacht war, wurde wegen Kostenüberschreitungen und Verzögerungen kritisiert. Pistorius argumentiert, dass die Beendigung des Programms die Umverteilung von Mitteln auf andere militärische Prioritäten wie die Modernisierung der Luftverteidigung und der Cyber-Fähigkeiten ermöglichen würde.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert den Vorschlag des Ministers neutral und skizziert sowohl seine Gründe für die Beendigung des Projekts als auch die möglichen Auswirkungen, ohne offen eine Seite zu begünstigen.

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