An der kroatischen Adriaküste wird den Touristen versichert, dass es keine privaten Strände gibt, sondern dass alle öffentlichen Strände für jedermann zugänglich bleiben müssen. Diese Botschaft wurde über das kroatische Online-Portal Index weit verbreitet, das die Informationen in zehn Sprachen, darunter Slowenisch, veröffentlicht hat, um die Besucher zu informieren, die in diesem Sommer in das Land kommen.
Diese Anzeichen geben lediglich an, dass bestimmte Dienstleistungen oder Annehmlichkeiten zum Kauf angeboten werden können, nicht dass der Zugang zum Strand selbst verboten ist. Das Gesetz, das 2023 in Kroatien erlassen wurde, schreibt vor, dass öffentliche, natürliche und regulierte Strände für alle unter gleichen Bedingungen offen bleiben müssen. Sie können nicht eingezäunt, für den Eintritt in Rechnung gestellt oder von der allgemeinen Nutzung ausgeschlossen werden. Während Konzessionen für kommerzielle Aktivitäten auf Teilen des Strandes, wie die Platzierung von Sonnenliegen oder Sonnenschirmen, gewährt werden können, erhält der Konzessionär nicht das Recht, den gesamten Strand in einen privaten Raum umzuwandeln. Ausnahmen gelten nur für Strände, die für Patienten von öffentlichen Gesundheitseinrichtungen und bestimmte Nudistenorte bestimmt sind.
Der gesetzliche Rahmen lehnt ausdrücklich Argumente ab, die auf Familieneigentum oder persönlichem Bau beruhen, und betont, dass das Meer und die Küstengebiete, die zum sogenannten maritimen Fonds gehören, für den öffentlichen Gebrauch bestimmt sind. Touristen werden darauf hingewiesen, dass sie das Recht haben, ihre eigenen Handtücher, Lebensmittel, Getränke und Kühlgeräte zum Strand mitzubringen. Sie dürfen sich auf den Sand legen und die Sonne genießen, ohne Ausrüstung mieten oder für den Eintritt bezahlen zu müssen. Sie sollten jedoch lokale Regeln, Sicherheitsrichtlinien, gekennzeichnete Schwimmbereiche und die Rechte anderer Besucher achten.
Wenn jemand versucht, sie daran zu hindern, den Strand zu nutzen, werden Touristen ermutigt, die Polizei zu rufen oder sich an lokale oder maritime Behörden zu wenden. Das Thema der Strandzugänglichkeit hat Kontroversen ausgelöst, insbesondere nachdem Berichte über hohe Gebühren für Sonnenliegen und Sonnenschirme an beliebten Orten wie dem Strand von Miločer, der vor Ort als Strand von Kraljevo bekannt ist, und nahe gelegenen Stränden in der Nähe von St. Stefan aufgetaucht sind. Eine Touristin, die ihre Erfahrung in den sozialen Medien veröffentlichte, beschrieb, dass sie 200 Euro für zwei Sonnenliegen und einen Sonnenschirm bezahlt hat, was sie als übertrieben empfand. Sie bemerkte, dass selbst an diesen bekannten Stränden noch kostenlose Optionen zur Verfügung standen, obwohl sie sich fragte, wie lange sie zugänglich bleiben würden.
Ihr Video ging viral und unterstrich die wachsende Besorgnis über steigende Kosten und die begrenzte Verfügbarkeit öffentlicher Räume. Diese Situation spiegelt breitere Debatten in ganz Europa wider, insbesondere in Italien, wo sich die Spannungen zwischen Befürwortern des freien öffentlichen Zugangs und den Betreibern privater Strände verschärft haben. In Italien werden viele der attraktivsten Küstengebiete von Konzessionsgesellschaften verwaltet, die hohe Preise für Dienstleistungen wie Sonnenbettvermietung, Duschen und Essen verlangen. Kritiker argumentieren, dass die Anzahl der kostenlosen Strände abnimmt, was es für Besucher mit niedrigem Einkommen immer schwieriger macht, die Küste zu genießen.
Aktivisten mit Gruppen wie der Free Seas National Coordination warnen, dass viele öffentliche Strände in weniger attraktiven oder weniger geeigneten Gebieten liegen, oft in der Nähe von felsigen Küsten oder unzureichenden Einrichtungen, was zu einer Diskrepanz zwischen denen führt, die es sich leisten können, sie zu besuchen, und denen, die es nicht können.
Einige Gemeinden haben bereits neue Ausschreibungen für Konzessionen bis 2033 eingeleitet, aber in vielen Fällen haben die derzeitigen Betreiber ihre Lizenzen beibehalten.
Ob diese Veränderungen zu dauerhaften Reformen oder zu weiteren Streitigkeiten führen werden, bleibt unklar, aber eines ist klar: Der Kampf um einen gerechten Zugang zum Meer ist noch lange nicht beendet.
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