Der Bürgermeister Simone Venturini, der gerade ins Amt gekommen ist, hat einen Vorschlag zur Änderung des Bezahlsystems für Besucher vorgelegt, der darauf abzielt, den Zustrom von täglichen Touristen zu reduzieren und mehr Einnahmen für die Stadt zu generieren.
Nach den verfügbaren Daten hat das derzeitige System der Eintrittskarten einen gewissen wirtschaftlichen Erfolg gezeigt, obwohl es die Probleme des Übertourismus nicht gelöst hat. Im vergangenen Jahr haben die Gemeinden mit 54 Zahlungstagen und über 720 000 verkauften Gutscheinen rund 5,4 Mio. EUR eingesammelt. Die Verwaltungskosten und Personalkosten liegen jedoch bei über 3 Mio. EUR, was den Nettogewinn einschränkt. Die geplante Erhöhung würde den Ticketpreis in Abhängigkeit von der Zeit und der Nachfrage auf 30 bis 50 EUR anheben, um nicht-essentielle Besucher abzuschrecken und diejenigen zu fördern, die lieber in der Nebensaison reisen.
Nicola Pellicani, ein Stadtrat der Pd, äußerte Zweifel an der Wirksamkeit der Maßnahme und betonte, dass der aktuelle Tarif im Jahr 2021 gesetzlich festgelegt wurde und dass eine Erhöhung auf 50 Euro ein weiteres gesetzgeberisches Eingreifen erfordern würde, was unwahrscheinlich erscheint.
Auf der anderen Seite beschuldigte die von Luana Zanella vertretene Gruppe Avs das Projekt, einen elitären Tourismus zu fördern, der sich auf die wohlhabendsten Besucher konzentriert und die Bedürfnisse der Bewohner und der kleinen Händler vernachlässigt.
Im Gegensatz zu diesen Ansichten unterstützen die venezianischen Gastgeber den Vorschlag. Daniele Minotto, Direktor der Associazione Veneziana Albergatori, hat Vertrauen in die Idee eines mobilen Tickets geäußert, das eine bessere Verteilung der Touristenbelastung ermöglichen und eine größere Verantwortung seitens der Besucher fördern könnte.
Unter anderem diskutierte Bürgermeister Venturini die Frage mit dem Präsidenten der Republik, Sergio Mattarella, während eines offiziellen Besuchs in Venedig. Dieses Treffen folgte seinem Versprechen, eine Vereinbarung mit der Regierung zu suchen, um die Ticketverordnung zu ändern, wenn auch innerhalb der Grenzen der nationalen Gesetze. Der ursprünglich während seines Wahlkampfs angekündigte Vorschlag scheint sich nun einer konkreten Phase der Umsetzung zu nähern.
Während die Diskussionen weitergehen, bleibt die Zukunft der Eintrittskarte nach Venedig unklar.Die endgültigen Entscheidungen hängen nicht nur vom Erfolg der kommunalen Beratungen ab, sondern auch von der Fähigkeit, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Interessen zu finden.Die Stadt, ein Symbol für Schönheit und Kultur, muss sich der schwierigen Herausforderung stellen, ihre Identität zu bewahren, ohne ihre wirtschaftliche Vitalität zu beeinträchtigen.
2 Berichte
Il Sole 24 OreParteinah🔒Rechtsvor 13 Tagen Venedig erwägt 50 Euro Eintrittskarte, aber Bürgermeisters Vorschlag spaltetDer Bürgermeister von Venedig, Simone Venturini, schlägt eine Erhöhung der Touristenzugangsgebühr der Stadt vor, die möglicherweise in bestimmten Perioden auf bis zu 50 Euro erhöht wird und auf der Anzahl der Buchungen basiert. Die aktuelle Gebühr liegt zwischen 5 und 10 Euro und ist von April bis Ende Juli aktiv. Nach dem Vorschlag wären Einwohner, Arbeiter und Touristen, die in der Lagune übernachten, ausgenommen. Der Plan hat Debatten ausgelöst, wobei Oppositionsparteien ihn als ineffektiv kritisierten und wohlhabendere Touristen gegenüber lokalen Bedürfnissen bevorzugten. In der Zwischenzeit unterstützen Hoteliers in Venedig die Idee und argumentieren, dass eine variable Gebühr einen nachdenklicheren Tourismus fördern könnte.
Tendenz-Einschätzung (Rechts): Der Artikel beschreibt die geplante Erhöhung der Eintrittsgebühr für Touristen als einen Schritt der rechten Regierung, um den wohlhabenderen Touristen zu begegnen und wirtschaftlichen Interessen Vorrang vor lokalen Belangen zu geben.
Il Fatto QuotidianoUnabhängigMittevor 14 Tagen Eintrittskarte nach Venedig, Idee des neuen Bürgermeisters Venturini: 50 Euro Ticket für Touristen am TagDas Ticket kostet 5 Euro, wenn es im Voraus gebucht wird, oder 10 Euro, wenn es bis zu vier Tage vor der Ankunft gekauft wird. Der neugewählte Bürgermeister Simone Venturini, der erst vor drei Tagen sein Amt antrat, hat vorgeschlagen, den Ticketpreis für bestimmte Tage des Jahres auf 50 Euro zu erhöhen, um die tägliche Touristenzahl zu reduzieren und die Einnahmen der Stadt zu erhöhen. Diese Idee wurde während eines Treffens zwischen Venturini und Präsident Sergio Mattarella am 17. Juni diskutiert. Das Ticketsystem soll vom 3. April bis zum 26. Juli 2026 laufen, 60 Tage lang, wobei die Stadt nach Abzug der Verwaltungskosten und Personalkosten 2025 5,4 Millionen Euro einzieht.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt den Vorschlag des neuen Bürgermeisters zur Erhöhung der Eintrittsgebühr für Touristen in Venedig als politische Initiative zur Bewältigung des Übertourismus vor.
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