Das Bundesinnenministerium unter Minister Alexander Dobrindt (CSU) hat Pläne angekündigt, umfangreiche Betrugsfälle mit betrügerischen Einbürgerungen zu untersuchen. Der Skandal betrifft vor allem Personen aus China, die deutsche Pässe erhielten, indem sie fälschlicherweise behaupteten, von jüdischen Opfern der Nazi-Verfolgung abstammen. Diese Bewerber reichten beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BVA) in Köln Staatsbürgerschaftsanträge ein und stellten sich fälschlicherweise als Verwandte von Holocaust-Überlebenden dar. Sie nutzten Artikel 116 des Grundgesetzes aus, der die Wiederbürgerung von Nazi-Opfern und ihren Nachkommen erlaubt. Die Behörden, darunter die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf und das Bundeskriminalamt (BKAB), untersuchen rund 32 Verdächtige. Das Ministerium bedauerte den "Identitätsdiebstahl" und erklärte, sobald ausreichende Informationen vorliegen, wird die BVA sofort Verfahren zur Widerrufung einleiten, die möglicherweise dazu führen, dass die deutschen Pässe Pässe für solche historischen Betrungen verloren gingen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Während die Frage des Identitätsbetrugs und des Missbrauchs gesetzlicher Bestimmungen im Zusammenhang mit Holocaust-Überlebenden politisch sensibel ist, werden die Fakten in dem Artikel ohne offensichtliche ideologische Neigung dargestellt.




