Der ehemalige Abgeordnete Prajwal Revanna, der wegen Vergewaltigung eine lebenslange Haftstrafe verbüßte, hat seine VIP-Zellprivilegien verloren, nachdem bei einer Razzia der Zentralen Kriminalitätsbehörde (CCB) im Parappana Agrahara-Zentralgefängnis in Bengaluru ein Mobiltelefon und ein Pen-Drive in seinem Besitz entdeckt wurden. Die Geräte enthielten obszöne Videos, was zu einer Untersuchung darüber führte, wie sie in das Gefängnis eingedrungen sind. Revanna, der zuvor in einer VIP-Zelle mit besonderen Unterkünften untergebracht war, wurde in eine allgemeine Zelle verlegt, in der er sich mit 20 anderen Gefangenen teilt und die Standardgefängnisuniform benutzt.
Die Bewegung folgt einer Reihe von Disziplinarmaßnahmen gegen Gefängnisbeamte, darunter die Suspendierung des Assistant Superintendenten Iranna Rangapur und die Ausstellung einer Anzeige-Ursache-Notiz an den Superintendenten des Bengaluru Central Prison. Die CCB-Razzia, die am 11. August stattfand, entdeckte ein hellblaues Redmi 5G-Handy, einen weißen Ladegerät, ein blaues Notizbuch und einen schwarzen SanDisk-Penlaufwerk in der Zelle, die Revanna und ein Prozessgefangener Prathap Rai teilten. Das Telefon, das Anwendungen wie WhatsApp, Instagram, Netflix und Prime Video hatte, war passwortgeschützt, und weder Revanna noch Rai kannten die Passwörter.
Beamte behaupten, dass die Gegenstände ohne Genehmigung in das Gefängnis gebracht wurden, was gegen die Gefängnisbestimmungen verstößt. Die Entdeckung hat Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der Sicherheitsmaßnahmen geweckt, insbesondere angesichts der Installation von Jammern rund um die Einrichtung. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen wurden mobile SIM-Karten, einschließlich Airtel-Karten, die in Andhra Pradesh ausgestellt wurden, im Gefängnis gefunden, was zu weiteren Ermittlungen führte. Der Vorfall hat dazu geführt, dass eine formelle Beschwerde gegen Revanna und Rai unter den Abschnitten 42 des Karnataka Prisons (Amendment) Act, 2022, und Abschnitt 323 des Bharatiya Nyaya Sanhita eingereicht wurde.
Der DGP der Gefängnisse und Strafvollzugsbehörden, Alok Kumar, erklärte, dass eine Untersuchung im Gange ist, um festzustellen, wie die Geräte in das Gefängnis eingedrungen sind und ob irgendwelche Beamten mitschuldig waren. Die Untersuchung beinhaltet die Überprüfung von CCTV-Aufnahmen und das Sammeln von weiteren Informationen, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden.
Der Fall erlangte nationale Aufmerksamkeit, als vor den Lok Sabha Wahlen 2024 explizite Videos mit Revanna auftauchten. Revanna hat die Vorwürfe immer wieder zurückgewiesen und behauptet, die Videos seien digital verändert worden. Sein Rechtsteam hat vom Obersten Gerichtshof um Intervention ersucht und um eine Übertragung eines der Fälle an einen anderen Richter wegen vermeintlicher Vorurteile gebeten. Inzwischen hat der Karnataka High Court kürzlich seinen Antrag auf vorläufige Kaution abgelehnt, unter Berufung auf die Schwere der Straftaten und die potenziellen Auswirkungen auf laufende Verfahren.
In früheren Berichten wurde die Existenz einer VIP-Zelle hervorgehoben, die spezielle Unterkünfte wie separate Wohnräume, bessere Möbel und entspannte Besuchspolisse bietet. Diese Vorkehrungen wurden manchmal als bevorzugte Behandlung für einflussreiche Insassen kritisiert. Revannas früherer Mitbewohner Prathap Rai wurde beschrieben, als ihn unterstützend, was Fragen über die Art ihrer Beziehung und die Möglichkeit einer Absprache beim Einbringen verbotener Gegenstände ins Gefängnis aufwirft.
Er erklärte, dass Beamte, die sich mit veralteten Praktiken beschäftigen oder in Fehlverhalten verwickelt sind, rechtliche Konsequenzen erleiden müssen. Kharge stellte fest, dass ähnliche Überfälle in anderen Gefängnissen, einschließlich derjenigen in Kalaburagi, Belagavi und Bengaluru, durchgeführt werden würden. Die Regierung hat sich verpflichtet, eine strenge Aufsicht zu gewährleisten, um die Einhaltung der Gefängnisprotokolle zu gewährleisten und die unbefugte Einreise von verbotenen Gegenständen zu verhindern. Während die Untersuchung fortfährt, konzentrieren sich die Gefängnisbehörden auf die Quelle und Verwendung des Mobiltelefons, den darauf gefundenen digitalen Inhalt und Verstöße gegen die Gefängnisregeln.
Das Ergebnis dieser Untersuchung kann zukünftige Politiken in Bezug auf die Verwaltung von hochkarätigen Insassen und die Durchsetzung von Sicherheitsprotokollen im Gefängnissystem beeinflussen.
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