Zwei israelische Frauen, die während eines Urlaubs in Wien vermisst worden waren, wurden nach einer einwöchigen internationalen Suche in Argentinien gefunden. Das Paar, Mali Yahalomi, 50, und ihre Tochter Liel, 23, wurden in einem lokalen Bus in Buenos Aires nach koordinierten Bemühungen mehrerer Geheimdienste gefunden. Ihr Verschwinden hatte in ganz Europa und Israel breite Medienbeachtung geweckt, wobei die Behörden ihr Verschwinden zunächst als potenziellen kriminellen Akt behandelten. Die Frauen wurden zuletzt am 7. August gesehen, als sie ihre Unterkunft in Wien verließen. Sie hatten zuvor Prag besucht, bevor sie nach Österreich kamen. Ihre letzte Kommunikation mit der Familie erfolgte vor Beginn des jüdischen Sabbats.
Am Morgen des 8. August schickten ihre Mobiltelefone ihre letzten bekannten Signale vom Hauptbahnhof in Wien aus. Von dort aus führte ihre Spur durch Deutschland und schließlich über die europäischen Grenzen hinaus. Trotz umfangreicher Durchsuchungen mit österreichischer Polizei, Europol und Elite-Israeli-Einheiten wie Lahav 433 wurde keine Spur von ihnen gefunden, bis sie in Argentinien entdeckt wurden. Nach Berichten österreichischer Medien, darunter der Kronen Zeitung, waren die beiden Frauen absichtlich in illegales Territorium eingedrungen. In Israel wurde eine strenge Medien-Blackout in Bezug auf den Fall verhängt, während hochrangige Beamte der israelischen Geheimdienste nach Österreich entsandt wurden, um ihre Bewegungen zu verfolgen.
Die Beteiligung dieser Beamten deutet auf die Schwere der Situation und das wahrgenommene Risiko hin, das mit dem Verschwinden der Frauen verbunden ist. Die österreichische Polizei hatte bereits früher bestätigt, dass die Frauen das Land freiwillig verlassen hatten. Ein Vertreter der Wiener Polizei betonte, dass es auf der Grundlage von Informationen aus den Abteilungen für nationale Sicherheit und Geheimdienste sowie dem Bundeskriminalamt keine Anzeichen für Entführungen oder Gewaltverbrechen gebe.
Die Beteiligung von Lahav 433, bekannt als das israelische FBI, unterstützt diese Vermutungen weiter. Diese Einheit spezialisiert sich auf die Ermittlung schwerer Wirtschaftsverbrechen und Korruption, was ihre Teilnahme an der Untersuchung besonders bemerkenswert macht. Nach der Festnahme wurden die Frauen von der Polizei während eines Routine-Zwischenstops in einem lokalen Bus identifiziert. Videoaufnahmen, die von lokalen Behörden veröffentlicht wurden, zeigen den Moment der Identifizierung, wobei die Beamten den Frauen erklären, dass sie von der internationalen Gemeinschaft aktiv durchsucht werden und dass sie Fragen der Ermittler beantworten müssen. Die Frauen erschienen während der Begegnung ruhig und unversehrt.
Die Behörden haben noch keine detaillierten Erklärungen über die Umstände ihrer Abreise aus Österreich oder die Gründe für ihre Reise nach Argentinien veröffentlicht. Der Fall hebt jedoch die Komplexität grenzüberschreitender Ermittlungen und die Herausforderungen hervor, denen sich die Strafverfolgungsbehörden bei der Verfolgung von Personen stellen müssen, die sich bewusst der Aufdeckung entziehen. Im Laufe der Entwicklung der Situation werden voraussichtlich weitere Details auftauchen, insbesondere in Bezug auf die angeblichen finanziellen Verbindungen und die Rolle der internationalen Geheimdienstzusammenarbeit bei der Lösung des Falles.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden