Forscher der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und anderer Institutionen haben herausgefunden, dass die Arbeitsteilung innerhalb einer Bienenkolonie von spezifischen neuronalen Schaltkreisen im Gehirn der Bienen beeinflusst wird. Durch die Manipulation eines Gens namens "Doublesex" konnten Wissenschaftler das Verhalten älterer Arbeiterbienen verändern und sie dazu bringen, Aufgaben wieder aufzunehmen, die typischerweise von jüngeren Bienen wie der Pflege der Königin durchgeführt werden. Dies deutet darauf hin, dass die Organisation von Aufgaben in Bienenkolonien durch einen neuronalen Mechanismus und nicht durch eine zentrale Planung geregelt wird. Die Studie hebt hervor, wie die Interaktion von etwa einer Million Neuronen im Bienenhirn die altersabhängige Aufgabenverteilung steuert. Die Ergebnisse bieten neue Einblicke in die Frage, wie komplexes soziales Verhalten aus dezentralen Systemen hervorgehen kann.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel behandelt wissenschaftliche Untersuchungen zum Bienenverhalten und beinhaltet keine politischen Themen, Zahlen oder Richtlinien.




