Eine große Mehrheit der Israelis hat bereits entschieden, für wen sie bei den bevorstehenden nationalen Wahlen am 27. Oktober stimmen werden, wie eine kürzlich vom Jewish People Policy Institute (JPPI) durchgeführte Umfrage zeigt. Nur 14% sind noch unentschlossen, und 4% gaben an, dass sie nicht an der Wahl teilnehmen werden. Die Ergebnisse unterstreichen eine wachsende Polarisierung in der israelischen Gesellschaft, insbesondere unter jüdischen Wählern. Unter denjenigen, die sich als linksgerichtet identifizieren, sind 71% sicher, wer ihr bevorzugter Kandidat ist, während 58% der rechten Wähler das gleiche Maß an Sicherheit teilen.
Dies deutet darauf hin, dass sich der Wahlkampf zunehmend auf das Zentrum konzentriert, wo politische Unsicherheit und wechselnde Bündnisse eine entscheidende Rolle spielen können. Vergleicht man die aktuellen Daten mit einer ähnlichen Umfrage vom Juli 2025, hat es eine leichte, aber spürbare Bewegung nach rechts gegeben. Sechsundsechzig Prozent der jüdischen Befragten identifizieren sich jetzt als rechtsgerichtet, gegenüber 63% ein Jahr zuvor. Umgekehrt stieg der Prozentsatz der jüdischen Wähler, die sich genau in der Mitte betrachten, von 10% auf 13%, während der Anteil der linksgerichteten Wähler von 22% auf 19% sank. Insbesondere beschrieben sich nur 3% der jüdischen Befragten als linksgerichtet, wobei sich keiner als linksgerichtet identifizierte.
Die arabischen Wähler hingegen zeigen ein anderes Muster. Etwa die Hälfte von ihnen identifiziert sich weiterhin als linksgerichtet, was mit früheren Umfragen übereinstimmt. Weniger als ein Fünftel der arabischen Befragten äußerten jedoch Verwirrung darüber, wo sie politisch passen, ein Rückgang von 21% in der vorherigen Umfrage auf 15% dieses Mal. Dies deutet auf ein gewisses Maß an Klarheit oder Ausrichtung unter den arabischen Wählern trotz der anhaltenden Herausforderungen im Zusammenhang mit Repräsentation und Inklusion hin.
Weitere 8% unterstützten einen "Wandelblock" ohne arabische Beteiligung. Der Begriff "Wandelblock" bezieht sich auf die Gruppe zionistischer Parteien, die sich gegen Premierminister Benjamin Netanjahu stellen, was zu einem Schwerpunkt des politischen Diskurses geworden ist. Weitere bemerkenswerte Antworten sind 16% für einen rechtsgerichteten Block, der mit der derzeitigen regierenden Koalition verbunden ist, und 14% für eine Koalition, die zentristische Parteien neben der bestehenden Regierung umfasst. Sechzehn Prozent der Befragten befürworteten eine breitere Koalition, die Elemente sowohl der aktuellen Koalition als auch des "Wandelblocks" umfasst, ohne arabische und ultraorthodoxe Parteien.
Acht Prozent bevorzugten eine Links-Rechts-Koalition, die Haredim ausschließt, aber Araber einschließt, während 5% eine Koalition mit Haredim, aber Araber ausschließt, bevorzugten. Die restlichen 6% gaben ihre Präferenz nicht an. Die Umfrage ergab auch unterschiedliche Prioritäten unter den Wählern. Sicherheitsbedenken rangierten am höchsten, wobei 28% sie als ihre primäre Sorge nannten. Andere Schlüsselfragen waren die Beziehung zwischen Regierung und Justiz (18%), Israels Fortschritt als liberaler Staat (15%) und die Förderung der Einheit und der Verringerung interner Konflikte (13%). Die restlichen 26% der Wähler gaben ihre Hauptpriorität nicht an.
Rechtsgerichtete Wähler betonten die Sicherheit und die Beziehungen zwischen Regierung und Justiz, wobei 40% bzw. 30% diese als kritische Faktoren hervorhoben.
Da sich viele Israelis bereits bestimmten Kandidaten oder Koalitionen verschrieben haben, wird sich der Fokus der Kampagne wahrscheinlich verstärkt auf die zentrale Wählerschaft richten, deren Ergebnis die Richtung der zukünftigen Regierungsführung des Landes bestimmen könnte.
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