Eine wachsende Zahl von Bartendern auf der ganzen Welt experimentiert mit einer unerwarteten Zutat in ihren Cocktails: Suppe. Von japanischem Dashi bis vietnamesischer Pho-Brühe werden diese herzhaften Flüssigkeiten auf eine Weise in Getränke aufgenommen, die traditionelle Vorstellungen von Mixologie in Frage stellen.
In der New Yorker Bar Goto serviert die Umami Mary einen Dashi Margarita, der Tequila mit dem umami-reichen japanischen Stamm mischt. In Wilmington, North Carolina, bietet Tomiko-San den Dirty Dashi an, eine Wendung des klassischen Dirty Martini mit Birria consommé. Diese Beispiele zeigen, wie Suppe nicht nur als Neuheit, sondern als bewusste Wahl verwendet wird, um Geschmacksprofile zu verbessern und Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Die Integration von Suppe in Cocktails ist nicht auf Japan und die Vereinigten Staaten beschränkt.
In Nova Scotia führte Dear Friend den Just a Dashi ein, während in Sacramento Chu Mai den Spice Market-Cocktail mit vietnamesischer Pho-Brühe serviert. Weitere Varianten sind der Pho-Tini und Dirty as Pho bei New York's After Eden und Darling und der Pho-King Champ bei Midnight Rambler in Dallas. Noch experimentellere Angebote wie der Gazpacho-Jito bei Romeo's in New York City und der French Onion bei Nightcap in Chicago zeigen die Breite dieses aufkommenden Trends. Trotz der wachsenden Popularität hat das Konzept der Suppen-basierten Cocktails gemischte Reaktionen ausgelöst. Einige Gönner finden die Idee unattraktiv und bezwecken Bedenken hinsichtlich Textur und Geschmack.
Bei einem Besuch eines neuen Hotspots im Frühling wurde ein Pho-tini entdeckt, das als zu dick, trübe und übermäßig fleischig beschrieben wurde. Andere argumentieren jedoch, dass diese Cocktails, wenn sie mit Sorgfalt und Präzision zubereitet werden, eine einzigartige Mischung aus Aromen bieten, die das kulinarische Erlebnis erhöhen. Gelo Honrade, Partner und Getränkedirektor bei After Eden, betont die Bedeutung von Konsistenz und Technik bei der Herstellung dieser Getränke.
Viele Bars und Restaurants verwenden übrig gebliebene Brühe aus der Küche sowohl in der Zubereitung von Speisen als auch in der Zubereitung von Getränken. Dieser Ansatz reduziert nicht nur die Umweltbelastung, sondern erhöht auch die Kosteneffizienz.
Bei sorgfältiger Ausführung haben sie das Potenzial, die Grenzen der Mixologie neu zu definieren und der Cocktailkultur eine neue Dimension einzuführen.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden