Ein Streit um Land und Gletscher hat sich im Süden Argentiniens verschärft, wo die indigenen Gemeinschaften sich gegen die Regierungspolitik wehren, die den Zugang zu natürlichen Ressourcen erweitern soll. Moira Millán, eine argentinische Aktivistin, die der indigenen Mapuche-Gruppe angehört, sprach während ihres jüngsten Besuchs in Island als Gastrednerin auf einer Universitätskonferenz über diesen Konflikt. Sie beschrieb, wie die argentinische Regierung versucht, die Kontrolle über die Länder und Ressourcen der Region zu erlangen, oft auf Kosten der lokalen Bevölkerung.
Millán betonte, dass der gegenwärtige Präsident, Javier Milei, aggressivere Maßnahmen gegen die Rechte indigener Gruppen ergreife als seine Vorgänger. Nach ihren Angaben hat Milei die Unterstützung der Regierung für private Unternehmen, die den natürlichen Reichtum des Gebiets, zu dem Wasserreserven, Öl und Gas gehören, ausnutzen wollen, erheblich erhöht. Diese Expansion in zuvor geschützte Gebiete hat Umweltaktivisten und indigene Aktivisten, die unumkehrbare Schäden an Ökosystemen und kulturellem Erbe befürchten, besorgt.
Im Jahr 2010 wurden Gesetze zum Schutz von Gletschern und Wasserressourcen in Argentinien erlassen, insbesondere in den Anden, wo sich etwa 17.000 Gletscher befinden.
Millán erzählte, dass die Regierung versucht habe, ihre Bemühungen durch verschiedene Mittel im Laufe der Jahre zu untergraben. Eine solche Taktik besteht darin, sie als Kriminelle darzustellen, obwohl sie behauptet, dass sie in ihrem 18-jährigen Kampf gegen den argentinischen Staat nie Gewalt angewendet habe. Sie erwähnte, vor einigen Jahren drei Monate im Gefängnis verbracht zu haben, weil sie aktiv war.
Während ihrer Zeit in Island wurde Millán von Hólmfríður Garðarsdóttir, einer Spanischprofessorin an der Universität von Island, begleitet, die die breiteren Auswirkungen der Milei-Politik auf die indigenen Bevölkerungen diskutierte. Garðarsdóttir bemerkte, dass der Ansatz von Milei über die bisherigen Verwaltungen hinausgeht, indem er umfangreiche Genehmigungen für Landnutzung und -ausbeutung erteilt, ohne das allgemeine Verständnis zu berücksichtigen, dass solche Gebiete unberührt bleiben sollten.
Während die Spannungen zwischen der argentinischen Regierung und den indigenen Gemeinschaften weiter zunehmen, bleibt die Zukunft ungewiss. Aktivisten wie Millán stehen ständig vor Herausforderungen, einschließlich Bedrohungen für ihre Sicherheit und Freiheit. In der Zwischenzeit beobachtet die internationale Gemeinschaft genau, in der Hoffnung auf eine Resolution, die sowohl den Umweltschutz als auch die Rechte der indigenen Völker respektiert.
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