Bangladesch hat strenge Beschränkungen für kommerzielle Aktivitäten verhängt und Shopping-Malls, Märkte und Geschäfte angewiesen, bis 20 Uhr zu schließen, um Energie inmitten einer sich verschärfenden Stromkrise zu sparen. Die Regierung hat diese Einrichtungen angewiesen, nur zwischen 11 Uhr und 20 Uhr zu arbeiten, wobei Krankenhäuser, Apotheken und Lebensmittelunternehmen von den Beschränkungen ausgenommen sind.
Die Situation verschlimmerte sich aufgrund von Unterbrechungen bei der Versorgung mit Flüssigerdgas (LNG), die teilweise durch einen Brand an einem LNG-Terminal des US-amerikanischen Unternehmens Excelerate Energy im Juli verursacht wurden. Die Anlage blieb wochenlang geschlossen, bevor Anfang dieser Woche teilweise Betrieb wieder aufgenommen wurde. Zusätzlich haben ungünstige Wetterbedingungen zwei LNG-Schiffe daran gehindert, ihre Ladung in bangladeschischen Häfen abzuladen. Diese Faktoren haben zu einem starken Rückgang der Stromversorgung beigetragen, wobei die aktuelle Leistung bei rund 13.000 MW liegt, gegenüber einer Nachfrage von etwa 18.000 MW.
Um den wachsenden Mangel zu beheben, hat die Regierung von Bangladesch Hilfe von Indien gesucht und zusätzliche Diesellieferungen über eine bestehende grenzüberschreitende Pipeline angefordert. Der indische Hochkommissar Dinesh Trivedi führte kürzlich Gespräche mit dem Minister für Energie, Energie und Mineralressourcen von Bangladesch, Iqbal Hassan Mahmood, mit dem Schwerpunkt auf der Verbesserung der bilateralen Zusammenarbeit im Energiesektor. Während der Gespräche betonte Mahmood die dringende Notwendigkeit von mehr Diesel zur Unterstützung der gasbetriebenen Stromerzeugung, die stark von der Kraftstoffknappheit betroffen ist. Der Energieminister stellte fest, dass Indien als Nachbarland gemeinsame Interessen mit Bangladesch bei der Bewältigung der Krise teilt.
Er erklärte, dass die Dieselversorgung über die bestehende Pipeline entscheidend für die Bewältigung der aktuellen Strom- und Gasknappheit sei. Die genauen Bedingungen der Vereinbarung sind jedoch unklar, da noch keine offizielle Ankündigung über das Volumen oder den Zeitpunkt der zusätzlichen Lieferungen vorliegt. Die Stromkrise hat in einigen Gebieten Unruhen ausgelöst, mit Berichten über Vandalismus und Angriffe auf die Strominfrastruktur.
Diese Vorfälle unterstreichen die Schwere der Situation und die zunehmende Belastung sowohl der Bevölkerung als auch des Energiesektors. Landwirte, Unternehmen und Industrien sind alle von den Stromausfällen erheblich betroffen. Landwirtschaftliche Betriebe, insbesondere die Garnelenzucht, haben aufgrund häufiger Unterbrechungen der Stromversorgung gelitten, was wesentliche Prozesse wie die Belüftung stört. Restaurants und kleine Industrien haben auch betriebliche Herausforderungen erfahren, die einige dazu zwangen, sich auf teure Alternativen wie Dieselgeneratoren zu verlassen.
Der iranische Konflikt hat die Energielandschaft weiter kompliziert und zur Instabilität des globalen Marktes und zu steigenden Kosten für Brennstoffe und LNG beigetragen. Dies hat die ohnehin schlimme Situation in Bangladesch verschärft, wo die Abhängigkeit von importierten Ressourcen die Nation sehr anfällig für externe Schocks macht. Während die Krise anhält, steht die Regierung unter Druck, sofortige Lösungen umzusetzen und langfristige Strategien zur Verbesserung der Energiesicherheit zu erforschen.
Das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Indien und Bangladesch wird eine entscheidende Rolle spielen, um zu bestimmen, wie effektiv das Land diese herausfordernde Zeit bewältigen kann.
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