Einwohner von mehr als 50 Arcare-Altenpflegeeinrichtungen in Australien haben eine Sammelklage gegen den gewinnorientierten Anbieter eingeleitet, in der sie illegale Gebühren für Dienstleistungen wie hohe Tees und Bewegungsstunden geltend machten, die die Bewohner aufgrund von Mobilität oder kognitiven Beeinträchtigungen nicht nutzen konnten. In der Klage wird behauptet, dass Arcare zwischen Juli 2020 und Juli 2026 "zusätzliche Dienstleistungsgebühren" als Teil eines obligatorischen "Signaturpakets" erhoben hat, das bereits gesetzlich vorgeschriebene Dienstleistungen beinhaltete. Gemäß der Altenpflegegesetzgebung können Anbieter nur für zusätzliche Dienstleistungen Gebühren erheben, wenn die Bewohner zustimmen, auf sie zugreifen und davon profitieren können und die Fähigkeit haben, sie zu nutzen. Die Kläger argumentieren, dass die Bewohner in einer ungleichen Verhandlungsposition waren und sich auf die Altenpflege für medizinische oder soziale Bedürfnisse stützten und ihnen gesagt wurde, dass das Signaturpaket nicht verhandelbar sei.
Tendenz-Einschätzung (Links): Der Artikel formuliert das Problem als eine Verletzung der Rechte der Bewohner und betont die systematische Ungerechtigkeit in der Altenpflegeindustrie und betont das Machtungleichgewicht zwischen den Bewohnern und dem gewinnorientierten Anbieter.



