Eine kürzlich durchgeführte Studie legt nahe, dass Australiens braune Jägerspinne den Titel der schnellsten Spinne der Welt tragen könnte. Die Ergebnisse stammen aus einem Vordruck, der auf bioRxiv veröffentlicht wurde, einer Plattform, auf der wissenschaftliche Arbeiten vor der formalen Peer-Review geteilt werden. Diese Forschung analysierte die Bewegungsgeschwindigkeiten von 258 Spinnenarten unter Verwendung von neu durchgeführten Experimenten und vorhandenen Daten aus früheren Studien. 59 Meter pro Sekunde - ungefähr das Tempo eines menschlichen Joggings. Die Studie, angeführt von einem Team mit Sitz in Großbritannien und Deutschland, testete die Lokomotionsfähigkeiten von Spinnen aus 162 Arten. Die meisten Exemplare wurden vor Ort gesammelt, obwohl andere aus Tierhandlungen auf der ganzen Welt stammen.
Um ihre Geschwindigkeit zu messen, legten die Forscher jede Spinne in eine mit Rasterpapier ausgekleidete Schachtel und filmten ihre Bewegungen mit Hochgeschwindigkeitskameras. Wenn die Spinnen durch eine sanfte Berührung eines Pinsel oder eines ähnlichen Gegenstands angeregt wurden, rannten sie über das Raster, so dass die Wissenschaftler ihre Geschwindigkeit berechnen konnten.
Dazu gehörten Daten aus einer Studie des Biomechaniker Christofer Clemente von der University of the Sunshine Coast aus dem Jahr 2021. Seine Forschung konzentrierte sich auf die Bewegungsmechanik von Spinnen, insbesondere darauf, wie sie eine Kombination aus hydraulischem Druck in ihren Beinen und Muskelkontraktionen nutzen, um sich vorwärts zu treiben. Clemente bemerkte, dass die Geschwindigkeit des braunen Jägers ihn anfangs überraschte. "Wir wussten damals nicht, dass es die schnellste Spinne war", erklärte er. "Ohne vergleichende Daten blieb die Bedeutung der Geschwindigkeit des Jägers jedoch unklar, bis die aktuelle Studie einen breiteren Kontext bot".
Die Studie ergab, dass der braune Jäger, der ungefähr 1 Milligramm wiegt, sowohl kleinere als auch größere Spinnenarten übertrifft. Zum Beispiel lief er schneller als die Geldspinne Maso sundevalli, die weniger wiegt als der Jäger, und schneller als die massive Lasiodora parahybana 51a Spinne mit einem Gewicht von fast 51 Gramm. Dieser Befund unterstützt die Hypothese, dass mittelgroße Tiere dazu neigen, die höchsten Geschwindigkeiten zu erreichen, anstatt die kleinsten oder größten Mitglieder einer Gruppe. Trotz ihres einschüchternden Aussehens sind braune Jäger im Allgemeinen harmlos für den Menschen.
Ihre Fähigkeit, schnell zu laufen, hilft wahrscheinlich beim Erfassen von Beutetieren und bei der Flucht vor Raubtieren. 59 Meter pro Sekunde bei kurzen Ausbrüchen. Selbst wenn man jedoch die durchschnittlichen Geschwindigkeiten über längere Entfernungen berücksichtigt, gehört der Jäger zu den schnellsten Spinnen, die bekannt sind. Die Forschung unterstreicht die Bedeutung des Studiums der Bewegungsfähigkeit von Tieren in einer breiten Palette von Arten. Durch den Vergleich von Daten aus mehreren Regionen und Arten erhalten Wissenschaftler tiefere Einblicke in die biomechanischen Prinzipien, die der Bewegung zugrunde liegen.
Seine ersten Untersuchungen an der Sunshine Coast legten den Grundstein für diese breitere Untersuchung und zeigten, wie lokale Beobachtungen zum globalen wissenschaftlichen Verständnis beitragen können.
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