Die Zahl der Todesopfer durch die Erdbeben, die Venezuela in der vergangenen Woche erschütterten, stieg auf 1.719, wie der Präsident des Parlaments, Jorge Rodríguez, mitteilte. Darüber hinaus stieg die Zahl der Verletzten auf 5.034, während mehr als 15.886 Bürger obdachlos wurden. Diese Daten wurden in einer offiziellen Mitteilung bekannt gegeben, obwohl keine spezifischen Informationen über die Zahl der Vermissten zur Verfügung gestellt wurden.
Die Erdbeben ereigneten sich am vergangenen Mittwoch, als zwei Erdbeben die Regionen La Guaira und Caracas, die am stärksten betroffenen Städte, schwer trafen. Ein weiteres Erdbeben der Stärke 4,6 wurde Tage später registriert und betraf diese Gebiete erneut. Trotz dessen gaben die Behörden an, dass keine neuen Opfer oder bedeutenden Schäden im Zusammenhang mit diesem letzten Ereignis gemeldet wurden.
Was die Hilfsmaßnahmen betrifft, so wurden in La Guaira 15 "große Flüchtlingsunterkünfte" zusammen mit anderen kleineren Räumen in Schulen und 50 "vorläufige" Lager in Caracas errichtet. Diese Einrichtungen sollen denjenigen, die ihre Heimat verloren haben, vorübergehende Zuflucht bieten. Die zuständige Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, kündigte die Bildung einer speziellen Kommission an, um die von den Erdbeben beschädigten Häuser zu bewerten, und verlängerte die Unterbrechung der Klassen im öffentlichen Unterricht für eine Woche. Diese Maßnahme soll die Sicherheit der Schüler garantieren und die Betreuung der betroffenen Familien erleichtern.
Mehrere Gebäude, die zum Programm "Gran Misión Vivienda" gehörten, einer Initiative, die unter der Führung des ehemaligen Präsidenten Hugo Chávez ins Leben gerufen wurde und derzeit vom inhaftierten Präsidenten Nicolás Maduro verwaltet wird, wurden zerstört oder beschädigt. Obwohl Experten darauf hinweisen, dass es noch zu früh ist, festzustellen, ob in diesen Gebäuden strukturelle Fehler vorhanden waren, fordern Ingenieure und Architekten, dass die Regierung zusätzliche Audits in anderen Sozialwohnungen desselben Plans durchführt. Dieses Programm wurde zuvor wegen Qualitätsproblemen und Korruptionsvorwürfen kritisiert, was Zweifel an seiner Wirksamkeit und Sicherheit erweckt hat.
Die Rettungsteams, sowohl lokale als auch internationale, setzen ihre Suchoperationen unter den Trümmern fort. Einige Einwohner von La Guaira haben jedoch ihre Frustration über die Verzögerung bei der Lieferung von Hilfe an ihre Gemeinden geäußert. Diese Situation hat zu Forderungen nach mehr Transparenz und Koordination zwischen den staatlichen Institutionen und humanitären Organisationen geführt. In der Zwischenzeit beobachtet die internationale Gemeinschaft weiterhin aufmerksam, wie sich die Krise entwickelt und welche Maßnahmen die Behörden ergreifen werden, um die Auswirkungen der Erdbeben auf die venezolanische Bevölkerung zu mildern.
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