Ein in Polen zugelassener Bus kehrte am Sonntag früh auf einer ungarischen Autobahn um und tötete laut offiziellen Berichten 12 Menschen und verletzte mindestens 10 weitere schwer. m. Ortszeit auf der M3-Autobahn in der Nähe von Mezokeresztes, etwa 140 Kilometer östlich von Budapest. Das Fahrzeug, das von Serbien nach Polen reiste, hatte 57 Passagiere und zwei Fahrer an Bord. Es verließ die Straße, stürzte in einen Graben und kam auf der Seite zur Ruhe, so Aussagen des ungarischen Nationalen Katastrophenschutzbüros. Die Rettungsdienste kamen schnell vor Ort an und begannen, die Passagiere durch die Fenster des Busses zu entfernen.
Einige Personen waren unter dem eingestürzten Dach gefangen, was eine sofortige Intervention erforderte. Insgesamt 14 Krankenwagen wurden an den Ort geschickt, und die Verletzten wurden in Krankenhäuser in vier nahe gelegenen Städten gebracht.
Der Unfall wurde als der tödlichste Busunfall in Ungarn seit der Siofok-Tragödie 2003 beschrieben, bei dem ein Zug mit einem Touristenbus kollidierte, der deutsche Touristen an einem Bahnübergang beförderte, was zu 33 Todesopfern führte. Dieser neue Unfall ist die schlimmste Straßenkatastrophe des Landes seit über zwei Jahrzehnten. Der Bus, der Berichten zufolge Pilger mit nach Hause zurückführte, wurde als polnischer Zulassung identifiziert, und erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen sein könnte.
Die Polizei hat noch keine weiteren Details über die Ursache des Unfalls veröffentlicht, obwohl vorläufige Berichte darauf hindeuten, dass die Müdigkeit des Fahrers eine Rolle gespielt haben könnte. Inzwischen haben polnische Beamte ihre Solidarität mit den Opfern und ihren Familien zum Ausdruck gebracht. Der polnische Premierminister Donald Tusk kündigte den Versand eines Sonderfluges zur Unterstützung der Verletzten und der aufgrund des Unfalls gestrandeten Personen an und betonte das Engagement der Regierung, sowohl medizinische als auch konsularische Unterstützung zu bieten.
Andrzej Osiak, Leiter des polnischen Konsulardienstes, erklärte, dass fünf der Verletzten noch in kritischem Zustand seien. Die polnische diplomatische Mission hat sich verpflichtet, sicherzustellen, dass alle betroffenen Personen angemessene Versorgung und Hilfe erhalten. Zusätzlich hat die polnische Botschaft in Ungarn einen Ersatzbus aus Polen geschickt, um die Rückkehr der Überlebenden zu erleichtern. Als Reaktion auf die Tragödie veröffentlichte der ungarische Premierminister Peter Magyar eine Erklärung in den sozialen Medien, in der er den Familien der Verstorbenen sein Beileid ausdrückte und allen, die an den Rettungsaktionen beteiligt waren, dankte.
Die Regierung hat auch Pläne angekündigt, die Sicherheitsprotokolle entlang der Autobahn M3 zu überprüfen, insbesondere in Bezug auf den Fernverkehr und die Ermüdung des Fahrers. Das Gebiet rund um den Unfallort wurde vorübergehend für den Verkehr geschlossen, und Notfallteams arbeiten weiterhin mit Freiwilligen zusammen, um Trümmer zu beseitigen und die normalen Bedingungen auf der Autobahn wiederherzustellen. Das Ausmaß der Katastrophe hat die internationale Aufmerksamkeit geweckt, wobei Medien sowohl in Ungarn als auch in Polen die Schwere der Situation hervorgehoben haben. Rettungsteams verwendeten Kräne, um den beschädigten Bus aus dem Graben zu heben, und Fotos zeigen das Wrack, das nach sorgfältigem Manövrieren in der Luft aufgehängt war.
Auch zivile Freiwillige halfen bei der Bewegung des Fahrzeugs und zeigten damit die Reaktion der Gemeinde auf die Krise.
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