Das Parlament von Liechtenstein stimmte am 2. September für eine Bürgerinitiative zur Legalisierung der Abtreibung innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft, die mit dem geringstmöglichen Vorsprung verabschiedet wurde. Allerdings lehnte der amtierende Prinz Alois, der Vetorecht besitzt, die Initiative eindeutig ab. Derzeit ist Abtreibung außer in Ausnahmefällen wie bei Gefahr für das Leben der Mutter oder in Fällen von Vergewaltigung illegal. Frauen, die sich diesen Umständen gegenübersehen, könnten bis zu einem Jahr Gefängnisstrafe erleiden, während diejenigen, die Abtreibungen außerhalb dieser Ausnahmen durchführen, bis zu drei Jahre erhalten könnten.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert beide Seiten des Problems: die Abstimmung des Parlaments für die Initiative und den Widerstand des herrschenden Prinzen.



