Die griechischen Behörden haben als Reaktion auf ein türkisches Forschungsschiff, das in der Nähe der südlichen Ägäisinsel Kastellorizo operiert, eine Gegen-Navtex- oder Navigationswarnung herausgegeben, was die Spannungen zwischen den beiden Nationen über maritime Grenzen und Souveränitätsansprüche verschärft.
Das türkische Forschungsschiff verließ den Hafen von Marmaris und befindet sich derzeit südwestlich von Kastellorizo, einer strategisch strategisch gelegenen Insel in der Dodekanesengruppe.
Die griechischen Beamten haben klargestellt, dass das umstrittene Gebiet nicht offiziell als ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) bezeichnet wird, obwohl es Teil des größeren griechischen Seegebiets ist. Sie stellten ferner fest, dass das türkische Schiff mit der Erforschung der Wassersäule beschäftigt ist und sich auf die Oberflächenschicht konzentriert, anstatt Meeresbodenuntersuchungen durchzuführen.
In den letzten Monaten hat Ankara einseitig mehrere Seegebiete als "Maritime Parks" erklärt, eine Maßnahme, die Athen als illegal nach internationalem Recht und der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen (UNCLOS) verurteilt hat. Diese Erklärungen werden von Griechenland als Versuche angesehen, die Kontrolle über umstrittene Gewässer, insbesondere im östlichen Mittelmeer, durchzusetzen.
Diese Pläne sind Teil einer größeren Anstrengung, Ressourcen nachhaltig zu verwalten und die Einhaltung internationaler Vorschriften sicherzustellen. Die vorgeschlagene Elektrizitätsverbindung Griechenland-Zypern-Israel, bekannt als GSI, ist auch zu einem Flammpunkt in den bilateralen Beziehungen geworden.
Beide Länder haben in den letzten Jahren ihre Marinepräsenz erhöht, wobei jede Seite die andere beschuldigt, in souveräne Gewässer eingedrungen zu sein und die regionale Stabilität zu untergraben. Die Situation wird durch die Überschneidung von EEZ-Ansprüchen und das Potenzial für die Ausbeutung von Ressourcen in der Region, einschließlich der im Levant-Becken entdeckten Gasreserven, weiter kompliziert. Die griechischen Behörden haben ihr Engagement für die Beilegung von Streitigkeiten durch rechtliche Kanäle und die Einhaltung des Völkerrechts bekräftigt.
Die Beteiligung der griechischen Küstenwache und der griechischen Marine deutet auf eine Bereitschaft hin, auf vermeintliche Provokationen mit Nachdruck zu reagieren, was Bedenken hinsichtlich des Risikos direkter Auseinandersetzungen in der Region weckt.
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