Die Zahl der Asylanträge in Österreich erreichte im ersten Halbjahr 2026 den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten, mit einem Rückgang von 44% im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2025. Nach Angaben des Innenministeriums gab es zwischen Januar und Juni 2026 4.903 Anträge, was die niedrigste sechsmonatige Gesamtzahl seit den späten 1990er Jahren darstellt. Dies folgt auf einen signifikanten Rückgang seit dem Höchststand im Jahr 2015, bei dem über 88.000 Anträge eingereicht wurden. Die demografische Zusammensetzung hat sich verändert, wobei Kinder und Jugendliche jetzt mehr als 40% der Antragsteller ausmachen, was den Anteil der Erwachsenen auf etwa die Hälfte reduziert. Das Geschlechterverhältnis hat sich auch verändert, wobei Frauen 43% aller Asylbewerber im ersten Halbjahr 2026 ausmachten, der höchste Anteil. Afghanistan und Syrien bleiben die wichtigsten Herkunftsländer, auf die zwei Drittel aller Anträge entfallen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert statistische Daten über Asylanträge, ohne offen eine politische Perspektive zu bevorzugen.






