Als die Mongolei Gastgeber der COP17 ist, fordern Pastoralisten Raum zum Bewegen, Überleben und Wiederherstellen Am 17. August 2026 veranstaltete das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) seine 17. Konferenz der Vertragsparteien (COP17) in Ulaanbaatar, Mongolei. Die Veranstaltung brachte Regierungen, Wissenschaftler, Finanzinstitute, Unternehmen und die Zivilgesellschaft zusammen, um dringende Herausforderungen im Zusammenhang mit Landzerstörung, Dürre und Wiederaufforstung von Weideland anzugehen.
Gleichzeitig war eine symbolische, aber mächtige Präsenz von Hirten aus ganz Eurasien zu sehen, vertreten durch die Seidenstraßenkarawane, eine Gruppe von Reitern, die über 6.000 Kilometer von der Türkei durch Russland, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan und China zurückgelegt hatten. Ihre Reise unterstrich die wachsende Krise der Hirtengemeinschaften und hob die Notwendigkeit für integrative Lösungen hervor, die die Expertise der lokalen Bevölkerung anerkennen. Die Ankunft der Karawane in Ulaanbaatar fiel mit der Eröffnungszeremonie zusammen, bei der sich die Teilnehmer in traditioneller Kleidung versammelten, um die kulturelle Vielfalt der Gemeinden zu feiern, deren Existenzgrundlage von Weideland abhängt.
Diese Gemeinschaften sind zunehmend von Dürre, Wüstenbildung und dem Verlust von Weidegebieten bedroht. Für viele ist die Situation schrecklich: Die Bodendegradation kostet die Weltwirtschaft jährlich fast 900 Milliarden Dollar, was 40 Prozent des weltweiten Landes und drei Milliarden Menschen betrifft. Dürren sind seit 2000 um fast ein Drittel gestiegen und erzeugen laut UN-Daten mindestens 300 Milliarden Dollar jährliche wirtschaftliche Verluste.
Der sich am schnellsten verändernde Aspekt ist der Zugang zu Land, erklärte sie. Dies wirkt sich implizit auf alles andere in den pastoralen Lebensgrundlagen aus. Ihre Bemerkungen spiegelten die breiteren Bedenken wider, die von Hirten und indigenen Gruppen geäußert wurden, die argumentieren, dass die derzeitigen Richtlinien oft nicht die komplexen Realitäten ihres Lebens berücksichtigen. Seki betonte auch die entscheidende Rolle, die Frauen in Hirtengesellschaften spielen. In einem pastoralen Umfeld spielen Frauen eine bedeutende Rolle, die oft nicht angegeben wird, merkte sie. Sie wies ferner darauf hin, dass Einschränkungen bei den Hirtenlebensgrundlagen eine geschlechtsspezifische Belastung verursachen können, die nationale Klima- und Naturschutzrichtlinien häufig übersehen.
17 Die Präsenz der Seidenstraßenkarawane bei der COP17 diente sowohl als historisches Echo als auch als zeitgenössischer Aufruf zum Handeln. Seit Jahrhunderten erleichterten Karawanen entlang der Seidenstraße Handel, kulturellen Austausch und die Bewegung von Menschen über weite Entfernungen. Diese besondere Karawane trug jedoch Geschichten über Widerstandsfähigkeit und Anpassung angesichts des Umweltwandels.
Im Verlauf der Konferenz ging es darum, globale Verpflichtungen in konkrete Maßnahmen vor Ort umzusetzen. Die Delegierten diskutierten über Strategien zur Wiederherstellung von degradierten Weidelands, zur Verbesserung des Wassermanagements und zur Unterstützung nachhaltiger Lebensgrundlagen. Dennoch blieben die Stimmen von Hirten und indigenen Völkern ein Schwerpunkt und erinnerten alle Teilnehmer daran, dass wirksame Lösungen die Perspektiven und Praktiken derjenigen umfassen müssen, die am stärksten von diesen Problemen betroffen sind. Mit der laufenden Konferenz wird der Fokus auf die Entwicklung umsetzbarer Pläne gelegt, die die ökologische Wiederherstellung mit den menschlichen Bedürfnissen in Einklang bringen.
Der Erfolg dieser Bemühungen wird davon abhängen, ob die globalen Führer über die Rhetorik hinausgehen und eine Politik umsetzen können, die die Rechte und das Wissen der lokalen Gemeinschaften respektiert.Die Reise der Seidenstraßenkarawane ist eine starke Erinnerung daran, dass der Kampf gegen die Landzerstörung nicht nur ein Umweltproblem ist, sondern ein Kampf um Überleben, Würde und Kontinuität.
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