Tinder, die beliebte Dating-App von Match Group, erweitert ihre persönlichen Veranstaltungen bis September auf Dutzende neuer Städte, so das Ergebnis des zweiten Quartals des Unternehmens mit Analysten. Der Schritt kommt inmitten wachsender Bedenken innerhalb des Unternehmens, dass jüngere Benutzer, insbesondere Mitglieder der Generation Z, die Rolle von Online-Dating-Plattformen insgesamt überdenken. Die Erweiterung der IRL-Veranstaltungen von Tinder folgt auf eine Periode rückläufiger Benutzerbeteiligung und Einnahmen für die App. Match Group meldete einen Rückgang des vierteljährlichen Umsatzes von Tinder, was zu einem Rückgang des Aktienkurses um mehr als 10% während des After-Hour-Handels führte.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Match Group optimistisch, dass sie den Trend umkehren kann, insbesondere durch die Einführung neuer Funktionen, die darauf abzielen, die Lücke zwischen digitalen und physischen Interaktionen zu schließen. Spencer Rascoff, CEO der Match Group, hob hervor, dass Tinder's monatliche aktive Nutzer im zweiten Quartal um 7% zurückgegangen sind, was eine Verbesserung im Vergleich zum Vorquartal darstellt. Er äußerte sich zuversichtlich, dass die täglichen aktiven Nutzerzahlen bald positiv werden könnten, ein Meilenstein, der in über drei Jahren nicht erreicht wurde. In der Zwischenzeit diversifiziert die Match Group ihr Portfolio weiter und verwaltet mehrere andere Dating-Apps, darunter Hinge, OkCupid, Match und Plentyofish.
Nach internen Untersuchungen der Match Group wünscht sich fast die Hälfte der 18- bis 29-jährigen Singles persönliche Erfahrungen, die zu tieferen Verbindungen führen könnten. Für eine Generation, die größtenteils online aufgewachsen ist, stellt der Übergang zu persönlichen Interaktionen einzigartige Herausforderungen dar.
In den USA und Europa gibt es bereits mehr als 60 Veranstaltungen, die den wachsenden Einfluss der Plattform auf die Erleichterung von Verbindungen in der realen Welt zeigen. Bis Ende September will das Unternehmen die Registerkarte "Ereignisse" in 26 Städten weltweit einführen.
Die Expansionsstrategie basiert stark auf Partnerschaften mit führenden Event-Anbietern und nicht auf dem direkten Betrieb von Events durch Tinder selbst. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Unternehmen, ein kostengünstiges Modell aufrechtzuerhalten und gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse zu sammeln, die zukünftige Investitionen in persönliche Aktivitäten beeinflussen könnten. Laut Rascoff erstreckt sich der Einfluss dieser Events über die Teilnehmer hinaus und kann die Wahrnehmung von Tinder und der breiteren Dating-Branche verändern. Frühe Indikatoren deuten darauf hin, dass die Events-Funktion Nicht-Benutzer dazu ermutigen kann, Tinder auszuprobieren.
Ebenso weist ein vergleichbarer Anteil darauf hin, dass solche Veranstaltungen den Prozess der Verbindung vereinfachen könnten.Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial der IRL-Initiativen von Tinder, neue Nutzer anzuziehen und die Nutzererfahrung insgesamt zu verbessern.
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