Das französische Berufungsgericht in Paris hat die Strafe von Marine Le Pen, einer prominenten Persönlichkeit der extremen Rechten in Frankreich, wegen Missbrauchs von Geldern des Europäischen Parlaments verkürzt. Ursprünglich verurteilt zu einer fünfjährigen Disqualifikation für die Ausübung öffentlicher Ämter, hat das Urteil diese Frist auf 15 Monate verkürzt, wobei die verbleibenden 30 Monate ausgesetzt sind. Diese Verkürzung erlaubt Le Pen, sich möglicherweise bei den Präsidentschaftswahlen 2027 zu bewerben, die für Mai 2027 geplant sind. Das Gericht reduzierte auch ihre Haftstrafe von drei Jahren auf zwei Jahre, wobei ein Jahr unter elektronischer Überwachung verbracht wurde. Der Fall beinhaltet Vorwürfe, dass zwischen 2004 und 2016 Gelder für die Bezahlung von Mitarbeitern ihrer Partei National Rally verwendet wurden, die keine parlamentarischen Pflichten erfüllten, sondern für die Partei in Frankreich arbeiteten. Le Pen hat diese Vorwürfe konsequent zurückgewiesen und behauptet, dass die Gelder rechtmäßig verwendet wurden.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert das gerichtliche Ergebnis objektiv und beschreibt sowohl die Anklagepunkte gegen Marine Le Pen als auch ihre Leugnung.





