Eine mit einem Schwert bewaffnete Person griff eine Schule in Schweden an und verletzte mindestens zwei Personen, bevor sie von der Polizei festgenommen wurde, bestätigten die Behörden am Freitag. Der Vorfall ereignete sich in Fagersta, einer Stadt nordwestlich von Stockholm. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurde der Verdächtige nach dem Angriff in Polizeigewahrsam genommen.
Ein Student berichtete dem schwedischen Fernsehen, dass er gesehen habe, wie der Angreifer einen anderen Studenten in den Arm gestochen habe, was zu starken Blutungen geführt habe. Das Opfer habe Berichten zufolge andere gebeten, die Polizei anzurufen, bevor es davonlief. Mindestens zwei Personen wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, obwohl die genaue Anzahl und Schwere der Wunden unklar bleibt. Jonas Cederberg, Leiter der Gesundheitsdienste in der Region Västmanland, gab an, dass zwei schwer verletzte Personen eingeliefert worden seien. Eine andere Person wurde noch untersucht, ihr Zustand war unsicher. Notfallpersonal blieb mehrere Stunden vor Ort und verhinderte, dass die Studenten das Gebäude bis zum späten Nachmittag verließen.
Der Verdächtige, der als 18-jähriger ehemaliger Schüler der Schule identifiziert wurde, befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam. Die Behörden haben noch keine weiteren Details über seine Motive oder seinen Hintergrund bekannt gegeben. Polizeisprecher gaben an, dass sie Überwachungsmaterial überprüfen und Zeugen befragen, um die Umstände des Angriffs zu bestimmen. "Wir werden auch prüfen, ob es Kameraaufnahmen gibt, die unserer Untersuchung helfen könnten", sagte ein Vertreter der Nationalen Polizeibehörde.
Ein Elternteil sagte Reportern, ihre Tochter habe den Großteil des Nachmittags in der Schule verbracht, sichtlich erschrocken. "Sie ist sehr verängstigt, sie fühlt sich nicht sicher", sagte sie. Dies folgt auf einen ähnlichen Vorfall in einer Schule in Örebro im vergangenen Jahr, in dem ein Schütze zehn Menschen tötete, bevor er sich das Leben nahm. Der aktuelle Fall markiert ein weiteres beunruhigendes Kapitel in der schwedischen Geschichte der schulbezogenen Gewalt. Regierungsbeamte haben ihre Solidarität mit der von dem Angriff betroffenen Gemeinschaft zum Ausdruck gebracht. Premierminister Ulf Kristersson sandte eine Nachricht über den öffentlichen Rundfunk SVT und erklärte, dass das Motiv für den Angriff zwar unbekannt bleibt, die Polizei jedoch intensiv daran arbeitet, die Wahrheit aufzudecken.
Der Justizminister Gunnar Strömmer bestätigte, dass die Regierung engen Kontakt zu den Strafverfolgungsbehörden unterhält und die Entwicklungen genau beobachtet. In der Zwischenzeit haben Parteiführer wie Magdalena Andersson, die Führerin der schwedischen Sozialdemokraten, den Betroffenen ihr Beileid ausgesprochen und die nationale Einheit in dieser schwierigen Zeit betont. Die Behörden untersuchen den Vorfall weiterhin, ohne dass es unmittelbar Hinweise auf größere Unruhen oder zusätzliche Bedrohungen gibt.
Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Sicherheit in Bildungseinrichtungen und die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Wachsamkeit.
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