Die Solarenergie hat die Gasenergie in Asien offiziell übertroffen und ist damit die drittgrößte Stromquelle des Kontinents geworden, was einen historischen Wandel in der Energielandschaft der Region bedeutet.
Der Anstieg der Solarenergie in Asien ist auf den schnellen Ausbau der Solarinfrastruktur in wichtigen Ländern wie China, Indien und Pakistan zurückzuführen, in denen sich die jährliche Solarleistung seit 2020 mehr als verdreifacht hat.
Asien ist seit 2020 für etwa 60% des weltweiten Solarenergiewachstums verantwortlich und stellt den Kontinent in den Mittelpunkt des globalen Solarbooms. Trotz der Tatsache, dass Kohle und Wasserkraft die dominierenden Quellen bleiben, die jeweils etwa 52% und 12% der gesamten Stromerzeugung ausmachen, wurde der Aufstieg der Sonne durch technologische Fortschritte, politische Unterstützung und sinkende Kosten angeheizt. Insbesondere hat sich China als die treibende Kraft hinter diesem Wachstum erwiesen und trug seit 2020 fast drei Viertel der regionalen Solarerweiterung bei.
Mit über 80% der weltweiten Solarproduktionskapazität in China spielt das Land eine entscheidende Rolle bei der Lieferung erschwinglicher Solarmodule an andere asiatische Länder, insbesondere in Zeiten geopolitischer Spannungen.
Der Anstieg der Solarenergie ist mit erheblichen Herausforderungen für die Gasenergie in der Region einhergegangen. Viele asiatische Länder sind stark auf importiertes Flüssigerdgas (LNG) angewiesen, und die jüngsten Versorgungsstörungen in Verbindung mit steigenden Preisen haben den Ausbau von gasbetriebenen Einrichtungen behindert. Zwischen 2022 und 2023 wurden rund 81 Gigawatt (GW) der geplanten Gaskapazität storniert, hauptsächlich aufgrund von LNG-Mangel und Preisschwankungen nach der russischen Invasion in die Ukraine. Bauverzögerungen, steigende Kosten und schwache Nachfrage haben die Gasexpansion weiter eingeschränkt, wobei bestehende Anlagen oft unterhalb ihrer vollen Kapazität betrieben werden, da billigere und sauberere Alternativen an Zugkraft gewinnen.
Während die Gaskraftkapazität zwischen 2019 und 2024 um 22% stieg, stieg die tatsächliche Erzeugung nur um 6%, was die wachsende Wettbewerbsfähigkeit von Solar- und anderen erneuerbaren Energien unterstreicht.
Nicht alle Regionen in Asien haben die gleiche Entwicklung erlebt. Länder wie China und Taiwan haben einen erheblichen Anstieg der Solar- und Gasproduktion erlebt, während andere, wie Japan und Indien, einen Rückgang erlebt haben. In China haben sich Gas trotz einer Verdoppelung der Gasproduktion im vergangenen Jahrzehnt aufgrund von Versorgungsbeschränkungen und hohen Preisen im Vergleich zu Kohle und erneuerbaren Energien weniger attraktiv gemacht.
Die Auswirkungen dieser Verschiebung gehen über die Energieerzeugung hinaus. Da Solar eine zuverlässigere und kostengünstigere Option wird, verändert sie die Dynamik des globalen Energiemarktes, fordert traditionelle Energiequellen heraus und beeinflusst den internationalen Handel. Inzwischen hat sich die Solarrevolution in Australien hauptsächlich auf Wohnanlagen konzentriert, wobei die Haushalte den größten Teil der Solarkapazität des Landes ausmachen.
Berichte deuten darauf hin, dass Hindernisse wie komplexe Investitionsstrukturen, inkonsistente Netzpolitik und regulatorische Hürden die Aufnahme von Solarenergie in diesen Sektoren eingeschränkt haben. Experten argumentieren, dass die Bewältigung dieser Herausforderungen den Übergang Australiens zu erneuerbaren Energien erheblich beschleunigen und mit breiteren Klimazielen in Einklang bringen könnte.
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