Das italienische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das die therapeutische Haushaft für Drogen- oder Alkoholabhängige mit Strafen von weniger als acht Jahren erlaubt. Die von Justizminister Carlo Nordio und Gesundheitsminister Orazio Schillaci vorgeschlagene Maßnahme erlaubt es solchen Personen, in akkreditierten privaten Einrichtungen oder öffentlichen Gesundheitsstrukturen, die sich auf die Suchtbehandlung spezialisiert haben, therapeutische Rehabilitationsprogramme durchzuführen. Das Gesetz erfordert eine Korrelation zwischen Substanzabhängigkeit und dem begangenen Verbrechen und gerichtliche Genehmigung nach Zustimmung des Staatsanwalts. Es gilt für bestimmte Straftaten wie gewöhnliche Straftaten, schwerer Raub und schwerer Erpressung, schließt aber schwere Straftaten wie Terrorismus und organisierte Kriminalität aus. Die regierende Koalition äußerte sich zufrieden und nannte es einen Sieg für therapeutische Wege, während Oppositionsparteien wie M5S und FNO die Gesetzgebung kritisierten.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Das Gesetz stellt zwar eine bedeutende Verschiebung in der Strafjustizpolitik dar, stellt jedoch eine ausgewogene Berichterstattung dar, indem sowohl die Unterstützung der Regierung als auch die Kritik der Opposition einbezogen werden.






