Der Bundesverband Freier Tankstellen (BFT) warnte davor, dass die Kraftstoffpreise in Deutschland ab Januar um bis zu 40 Cent pro Liter steigen könnten. Dies sei auf das Auslaufen der vorübergehenden staatlichen Steuererleichterungen und höhere Kosten aufgrund von Quoten zur Reduzierung von Treibhausgasen zurückzuführen. BFT-Präsident Carsten Müller schätzte, dass allein das Ende der Steuererleichterung zu einem Anstieg von 17 Cent pro Liter führen würde, während strengere Umweltauflagen weitere sieben bis zehn Cent dazuaddieren würden. Obwohl die Bundesregierung plant, ein Preisdeckelungssystem nach dem Vorbild von Belgien und Luxemburg einzuführen, um diese Erhöhungen abzumildern, wies Müller diesen Vorschlag als Populismus zurück. Auch der ADAC warnte, dass solche Preisdeckel wahrscheinlich nur geringe Auswirkungen auf die durchschnittlichen Kraftstoffpreise hätten, obwohl sie extreme Preissprünge verhindern könnten. Darüber hinaus wies Müller Vorwürfe zurück, wonach Ölunternehmen die früheren Steuererleichterungen nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben hätten.
Tendenz-Einschätzung (Konservativ): Der Artikel stellt den von der Regierung vorgeschlagenen Preisdeckel als "reinen Populismus" dar, zitiert Führungskräfte der Branche, betont die Belastung der Verbraucher durch steigende Kosten und betont die Skepsis gegenüber staatlichen Eingriffen, anstatt ausgewogene wirtschaftliche Argumente zu präsentieren.




