In seiner jährlichen Rede zum Unabhängigkeitstag vom Roten Fort aus betonte Modi die Notwendigkeit von Transformationsstrategien in mehreren Sektoren, darunter Fertigung, Landwirtschaft, Technologie, Infrastruktur, Verteidigung und Indiens globalen Einfluss. In seiner Rede, einer der kürzesten in den letzten Jahren, verwies er auf historische Referenzen zum 'Sapta Sindhu', sieben Flüssen, um die erneuerten Strömungen des Fortschritts zu symbolisieren, die die Entwicklung der Nation leiten würden.
Die sieben Stärken, die von Modi beschrieben wurden, umfassen Fertigungskraft, Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung, Technologie und Innovation, Gati Shakti (Hochgeschwindigkeitsverbindung), Verteidigungs-Selbstständigkeit, die grüne und blaue Wirtschaft und Indiens Soft Power. Jeder dieser Stärken stellt eine unterschiedliche, aber miteinander verbundene Säule des zukünftigen Wachstums der Nation dar. Modi behauptete, dass Indien durch diese Initiativen die bisherigen Einschränkungen überwinden und innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre ein beispielloses Entwicklungsniveau erreichen werde.
Im verarbeitenden Gewerbe forderte Modi eine Transformation der industriellen Landschaft Indiens und betonte die Notwendigkeit einer globalen Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf Kosten, Qualität und Maßstab. Er forderte die Etablierung einer kompletten Wertschöpfungskette von der Konstruktion bis zur Produktion, um sicherzustellen, dass in Indien hergestellte Waren neben den Besten der Welt stehen könnten. Der Premierminister hob auch die Bedeutung der Null-Fehler-Fertigung und der Präzisionstechnik hervor und positionierte Indien als zuverlässigen Knotenpunkt in der globalen Lieferkette.
Er stellte fest, dass Freihandelsabkommen (FTAs) indischen Landwirten neue Märkte eröffnen und die Schaffung von Mehrwertprodukten fördern. Traditionelle Küche, Millet, Gewürze und Bio-Produkte wurden als potenzielle globale Marken hervorgehoben, sofern sie internationalen Standards entsprechen. Technologie und Innovation bildeten den dritten Strom des Saptadhara, wobei Modi Indien als einen globalen Führer in Spitzenbereichen wie künstliche Intelligenz, Quantencomputing, Weltraumforschung, Robotik und Rechenzentren vorstellte.
Modi betonte die Bedeutung von Hochgeschwindigkeitsbahnnetzwerken und hafenorientierter Entwicklung und argumentierte, dass effizienter Transport und Logistik für den wirtschaftlichen Ausbau entscheidend sein würden. Er forderte auch eine verbesserte städtische Konnektivität und sorgte dafür, dass die Städte gut verbunden und zugänglich blieben. Verteidigungs-Selbstständigkeit war die fünfte Priorität, wobei Modi die Notwendigkeit betonte, dass Indien von einem Verbraucher globaler Verteidigungstechnologien zu einem Produzenten und Lieferanten fortschrittlicher Waffen übergeht. Er erwähnte die Entwicklung von Verteidigungssystemen der nächsten Generation, einschließlich Hyperschallraketen und Drohnentechnologie, als wesentliche Schritte zur Erreichung strategischer Autonomie.
Der sechste Strom, die grüne und blaue Wirtschaft, konzentrierte sich auf Nachhaltigkeit und Ressourcennutzung. Modi skizzierte Indiens Bestreben, ein globaler Marktführer in grünem Wasserstoff, erneuerbarer Energie und marinen Industrien zu werden. Er kritisierte die frühere Zurückhaltung des Landes, seine riesige Küste zu erkunden, und stellte fest, dass diese Zögerung das Wirtschaftswachstum behindert hatte. Durch die Öffnung dieser Gebiete, argumentierte er, könnte Indien neue Möglichkeiten in der Fischerei, im Küstentourismus und in der Ozeanforschung erschließen. Schließlich wurde Indiens Soft Power als der siebte und letzte Strom präsentiert.
Modi hob die kulturellen und kreativen Vermögenswerte der Nation hervor, darunter Yoga, Ayurveda, Kino, Animation, Gaming und digitale Inhalte, als Werkzeuge für den Ausbau des globalen Einflusses. Er stellte fest, dass Yoga die Welt bereits mit Indien verbunden hatte und darauf hindeutete, dass andere Aspekte des indischen Erbes die Stellung des Landes auf der globalen Bühne ebenfalls verbessern könnten. Während seiner Rede ging Modi auch auf die gegenwärtigen Herausforderungen ein, einschließlich der Bedrohung durch das, was er als "dimaagi Naxals" bezeichnete, intellektuelle Extremisten, die Fehlinformationen verbreiten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt untergraben.
Er forderte auf, gegen solche Einflüsse wachsam zu sein und bekräftigte die Bedeutung kollektiver Anstrengungen zur Wahrung der nationalen Interessen. Bei der Zeremonie im Roten Fort gab es eine bemerkenswerte Abwesenheit von Oppositionsführern, wobei der Oppositionsführer Rahul Gandhi sich entschied, nicht teilzunehmen. Trotzdem verlief die Veranstaltung reibungslos, wobei sich Frühaufsteher versammelten und zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit die vollständige Version des patriotischen Liedes "Vande Mataram" gespielt wurde. Die Abwesenheit von Regen, die für die Region ungewöhnlich ist, ermöglichte eine festlichere Atmosphäre, wobei die Teilnehmer die Veranstaltung ohne die typischen logistischen Herausforderungen genossen, die mit Wetterstörungen verbunden sind.
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