Ivan Khristov, ein ehemaliger bulgarischer Landwirtschaftsminister, hat ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit im Land geäußert und erklärt, dass etwa sieben Millionen Bulgaren nicht wissen, was sie essen.
Der Streit begann, nachdem ein drittes Unternehmen gemeldet hatte, dass es deutsch hergestelltes Öl unter demselben Namen wie das gefälschte Produkt verkaufte. Dies führte zu einer Untersuchung durch die Kommission für den Schutz des Wettbewerbs, die den beiden beteiligten Unternehmen Geldbußen in Höhe von insgesamt fast 310.000 Euro auferlegte. Das BABH bestätigte, dass alle Mengen aus beiden Chargen vom Markt entfernt und vernichtet worden waren. Diese Produkte waren im Vorjahr in Geschäften verkauft worden.
Khristov äußerte sich besorgt über die öffentliche Reaktion und stellte fest, dass die Menschen alarmiert wurden, als dieses Problem plötzlich aufkam und die Gesundheit der Kinder beeinträchtigte. Er kritisierte die derzeitige Regierung dafür, dass sie hilflos erscheint, obwohl sie zuvor die Fähigkeit gezeigt hat, entschieden gegen solche betrügerischen Aktivitäten vorzugehen. Er wies darauf hin, dass der Staat statt proaktiver Maßnahmen jetzt in einem defensiven Modus zu sein scheint.
Nach Angaben von Khristov wurde die Aufmerksamkeit der BABH auf ungewöhnlich große Mengen an Öl gelenkt, die in massiven Blöcken eintrafen. Er behauptete, dass diese Sendungen möglicherweise Betäubungsmittel verbergen könnten, was zu einer sofortigen Benachrichtigung des Innenministeriums führte. Die abgefangene Sendung wurde als kürzlich aus dem Einzelhandelsnetz zurückgekehrt beschrieben und anschließend für die Lieferung an kleine Geschäfte in kleineren Städten gelagert.
Khristov warnte auch vor dem Zustrom von Schmuggelnahrungsmitteln entlang der bulgarischen Schwarzmeerküste, was darauf hindeutet, dass derzeit Tausende von Tonnen solcher Produkte in das Meer gegossen werden.
Er betonte, dass es immer eine politische Vertuschung im Wert von Milliarden von Euro gab, die während seiner Amtszeit teilweise demontiert wurde. Er warnte jedoch, dass die Ersetzung von zwei Firmen durch andere die zugrunde liegenden Probleme nicht ändern würde. Er hob die Angst vor der Konfrontation mit solchen Systemen hervor, betonte aber, dass das größere Problem darin liegt, dass die Sicherheit der Lebensmittel, die die Verbraucher erreichen, nicht gewährleistet ist.
Khristov unterstrich, dass die Behörden jedes Mal, wenn sie gegen solche kriminellen Netzwerke vorgehen, mit Befürchtungen konfrontiert werden. Seine Hauptsorge bleibt jedoch die Unsicherheit um die Lebensmittel, die Millionen Bulgaren, einschließlich seiner eigenen Kinder, konsumieren. Er forderte eine umfassende Überarbeitung der bestehenden Systeme, um Transparenz und Sicherheit in der Lebensmittelversorgungskette zu gewährleisten.
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