3,1 Prozent mehr Stundenlohn: Amazon zahlt Mitarbeitern mehr Geld
Amazon hat die Stundenlöhne seiner Logistikarbeiter in Deutschland um 3,1 Prozent erhöht und sie nach zwei Jahren Beschäftigungszeit auf 18,87 Euro pro Stunde erhöht. Der neue Lohn ist Teil des "Netzwerkdurchschnitts", der von Standort zu Standort variiert, wobei einige Standorte mehr und andere weniger zahlen. Die Erhöhung gilt für ungelernte Arbeiter in über 100 Logistikzentren, nicht aber für Paketlieferpersonal, das für Subunternehmer arbeitet. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert diesen Ansatz und fordert verbindliche Tarifverträge und ein Verbot der Subunternehmung im Paketlieferbereich aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen. Amazon argumentiert, dass es ein fairer Arbeitgeber bleibt, obwohl es keinen Tarifvertrag unterzeichnet hat, und hebt die jährlichen Lohnerhöhungen seit 2014 hervor.
Das Unternehmen, mit Sitz in München, gab an, dass Mitarbeiter mit zweijähriger Amtszeit diese Anpassung sehen werden. Dies markiert einen weiteren Schritt in den laufenden Bemühungen von Amazon, die Vergütung angesichts steigender Lohnkosten und zunehmender Konkurrenz für Facharbeiter anzupassen. Die Lohnerhöhung gilt für ungelernte Arbeiter in mehr als 100 Logistikzentren in ganz Deutschland, einschließlich Rollen wie das Abholen von Artikeln aus Regalen und das Verpacken von Waren in Kisten. Die wöchentlichen Arbeitszeiten liegen zwischen 35 und 40, während spezialisierte Mitarbeiter und Führungspositionen höhere Gehälter verdienen. Nicht in der Erhöhung enthalten sind die Lieferkuriere von Amazon, die unter Subunternehmern arbeiten.
Diese Kuriere unterliegen weiterhin den Bedingungen ihrer jeweiligen Unterauftraggeber, die Verdi, die deutsche Gewerkschaft, als oft unzureichend kritisiert. Verdi hat Amazon schon lange dafür kritisiert, keine Tarifverträge mit Gewerkschaften abzuschließen, sondern die Löhne intern festzulegen. Die Gewerkschaft fordert weiterhin Streiks, um bessere Löhne und verbesserte Arbeitsbedingungen zu erzielen, obwohl diese Aktionen nur begrenzte Auswirkungen hatten. Amazon verteidigt seinen Ansatz und erklärt, dass es als verantwortungsvoller Arbeitgeber agiert und die Löhne seit 2014 jährlich erhöht hat.
In Gebieten wie der Metropolregion München übersteigt der Lohn den Netzwerkdurchschnitt, während er in Teilen Ostdeutschlands darunter fällt.
Nach Angaben von Rocco Bräuniger, dem Chef von Amazon Deutschland, ist das Unternehmen bestrebt, wettbewerbsfähige Löhne und langfristige Karrieremöglichkeiten anzubieten. Verdi bleibt kritisch und argumentiert, dass trotz der Lohnerhöhungen noch immer rechtlich verbindliche Tarifverträge im Einzel- und Großhandelssektor fehlen. Die Gewerkschaft betont die Notwendigkeit von Verhandlungen auf gleicher Ebene. Während Amazon eine jährliche Einkommensschätzung von rund 41.600 Euro für Mitarbeiter mit mindestens zwei Jahren Dienstzeit sowie feste jährliche Boni in Höhe von insgesamt 2.400 Euro vorgibt, vergleicht Verdi dies mit einem Tarifvertrag in Nordrhein-Westfalen, der etwa 42.200 Euro anbietet.
Die Vergleichbarkeit dieser Zahlen bleibt jedoch aufgrund von Unterschieden bei den Vertragsbedingungen unklar. Während Amazon weiter expandiert, besteht weiterhin die Debatte über faire Löhne und Arbeitsbedingungen. Der Ansatz des Unternehmens in Bezug auf die Beziehungen zu den Mitarbeitern unterscheidet sich weiterhin von den traditionellen Branchenpraktiken und die Rolle der Subunternehmer bei der Erbringung von Dienstleistungen wird weiterhin geprüft.
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Amazon hat die Stundenlöhne seiner Logistikarbeiter in Deutschland um 3,1 Prozent erhöht und sie nach zwei Jahren Beschäftigungszeit auf 18,87 Euro pro Stunde erhöht. Der neue Lohn ist Teil des "Netzwerkdurchschnitts", der von Standort zu Standort variiert, wobei einige Standorte mehr und andere weniger zahlen. Die Erhöhung gilt für ungelernte Arbeiter in über 100 Logistikzentren, nicht aber für Paketlieferpersonal, das für Subunternehmer arbeitet. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert diesen Ansatz und fordert verbindliche Tarifverträge und ein Verbot der Subunternehmung im Paketlieferbereich aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen. Amazon argumentiert, dass es ein fairer Arbeitgeber bleibt, obwohl es keinen Tarifvertrag unterzeichnet hat, und hebt die jährlichen Lohnerhöhungen seit 2014 hervor.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel unterstreicht die Kritik von Verdi, einer linken Gewerkschaft, an den Arbeitspraktiken von Amazon und fordert stärkere Schutzmaßnahmen für die Arbeitnehmer, einschließlich des Verbots von Unteraufträgen und der Durchsetzung von Tarifverhandlungen.
Warum Faktentreue (95): The article accurately reports that Amazon has increased hourly wages by 3.1% to 18.87 euros for logistics workers after two years of employment, citing the company’s statement. It mentions that Amazon does not have a collective bargaining agreement and that Verdi has criticized this approach. The a
Warum Objektivität (90): The article presents the information in a largely neutral manner, reporting facts from both Amazon and Verdi perspectives. While it includes quotes from Verdi criticizing Amazon’s lack of a collective agreement, it does not take sides or use emotionally charged language. The tone remains objective a
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