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18 Jahre nach dem Bruch – Wie die Bündner SVP zur alten Stärke zurückfand
CH🏛️ Politikvor 18 Tagen

18 Jahre nach dem Bruch – Wie die Bündner SVP zur alten Stärke zurückfand

Der Artikel beschreibt, wie die Schweizerische Volkspartei (SVP) im Kanton Grisons nach fast zwei Jahrzehnten des Rückgangs nach der Spaltung mit der Bündner Demokratische Partei (BDP) ihre frühere Stärke wiedererlangt hat. Die SVP hält jetzt die größte Fraktion im Kantonparlament mit 35 Sitzen.

Achtzehn Jahre nach seiner Abspaltung von der nationalen Schweizerischen Volkspartei (SVP) hat der kantonale Zweig der SVP in Graubünden seine frühere Stärke wiedererlangt und ist die größte Fraktion im Regionalparlament geworden. Dieses Wiederaufleben markiert einen bedeutenden politischen Wandel im Alpenkanton, wo die Partei nach der Gründung der neuen Bündner Demokratischen Partei (BDP) 2008 fast verschwunden war. Heute hält die SVP 35 Sitze und hat damit fast ein Drittel der parlamentarischen Vertretung, ein starker Kontrast zu ihrem Tiefpunkt im Jahr 2010, als sie nur vier Mandate hatte.

Die Rückkehr der SVP zum Vorsprung begann mit der Einführung der Verhältniswahl im Jahr 2022, die es der Partei ermöglichte, ihre Wählerbasis besser in Parlamentssitze zu verwandeln. Vor dieser Änderung kämpfte die SVP darum, ihre Unterstützung aufgrund des First-Past-the-Post-Systems in tatsächlichen Einfluss zu übersetzen. Die Situation änderte sich dramatisch, als die BDP 2021 mit der Christlich-Demokratischen Partei (CVP) fusionierte, um die Koalition "Mitte" zu bilden, wodurch ein neuer politischer Raum für die SVP geschaffen wurde.

Im Vorfeld der jüngsten Wahlen nutzte die SVP auch das öffentliche Unbehagen über angebliche Mafia-Strukturen in der Stadt Misox. Laut Roman Hug, dem Präsidenten der SVP und Mitglied des Bundesparlaments, war sich die Partei der öffentlichen Stimmung sehr bewusst und positionierte sich strategisch, um diese Bedenken zu adressieren. Dieser Ansatz trug dazu bei, die Anziehungskraft der SVP über ihre traditionelle Basis hinaus zu festigen, wie die Panachage-Statistik zeigt, dass viele Wähler anderer konservativer Parteien auch die SVP unterstützten.

Die Spaltung innerhalb der SVP im Jahr 2008 war ein entscheidender Moment, der die politische Landschaft der Graubünden umgestaltete. Der Konflikt entstand nach der Wahl von Eveline Widmer-Schlumpf in den Bundesrat im Dezember 2007, was zu einer Kluft zwischen ihr und Christoph Blocher führte. Die nationale SVP stellte dem kantonalen Zweig ein Ultimatum und forderte die Ausweisung von Widmer-Schlumpf oder ihren eigenen Austritt. Als der kantonale SVP sich weigerte, beschloss die nationale Partei, den gesamten kantonalen Zweig am 1. Juni 2008 zu vertreiben. Die bestehende SVP in Graubünden akzeptierte diese Entscheidung und verwandelte sich während einer Delegiertenversammlung in Landquart am 16. Juni 2008 in BDP.

Die Hardliner um Jon Peider Lemm stimmten jedoch nicht zu und gründeten stattdessen drei Tage später am 19. Juni 2008 in St. Moritz eine neue SVP Grisons.

Obwohl die SVP als Außenseiter im politischen Establishment gesehen wurde, schnitt sie sich eine Nische. Einer ihrer bemerkenswertesten Siege kam 2025 mit der Abschaffung der Renten für Regierungsbeamte, die von 65 Prozent der Wähler mit starker Unterstützung erhielten. Im Großen Rat stand die SVP oft allein in ihren Positionen, nutzte diese Rolle jedoch, um Sichtbarkeit zu erlangen. Große Debatten beinhalteten häufig Beiträge von SVP-Mitgliedern, wodurch das Profil der Partei verbessert wurde, auch wenn sie keine numerische Dominanz hatte.

Die Rückkehr an die Macht wurde durch die Wahl von Valérie Favre Accola auf den freien Sitz in der Regierung von Graubünden gekennzeichnet und beendete vier frühere erfolglose Versuche der SVP, in die Exekutive einzusteigen.

Die Fähigkeit der Partei, sich an lokale Anliegen anzupassen und darauf zu reagieren, war entscheidend für ihre Wiederbelebung und bereitete die Bühne für weitere Entwicklungen in den kommenden Jahren.

2 Berichte

SRF News logoSRF NewsStaatlich / öffentlichMittevor 18 Tagen
18 Jahre nach dem Bruch – Wie die Bündner SVP zur alten Stärke zurückfand

Der Artikel beschreibt, wie die Schweizerische Volkspartei (SVP) im Kanton Grisons nach fast zwei Jahrzehnten des Rückgangs nach der Spaltung mit der Bündner Demokratische Partei (BDP) ihre frühere Stärke wiedererlangt hat. Die SVP hält jetzt die größte Fraktion im Kantonparlament mit 35 Sitzen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel liefert einen faktuellen Bericht über das politische Wiederaufleben der SVP, ohne offen jegliche Seite zu begünstigen.

Tages-Anzeiger logoTages-AnzeigerUnabhängigMittevor 19 Tagen
Wahlerfolg im Kanton Graubünden: SVP zieht nach 18 Jahren wieder in die Bündner Regierung ein

Valérie Favre Accola gewinnt den freiwilligen Kantonsregierungssitz in den Churer Alpen – nach vier erfolglosen Versuchen der SVP. Alle aktuellen Regierungsmitglieder werden in ihren Ämtern bestätigt.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel berichtet über die tatsächlichen Ergebnisse einer Wahl ohne offensichtliche ideologische Einordnung. Er erwähnt die vorherigen Versuche der SVP, aber unterstützt oder kritisiert keine politische Gruppe. Der Fokus liegt auf den Wahlresultaten anstelle von Politik oder Ideologie.

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