Das Bayreuther Festival feiert ab dem 25. Juli sein 150-jähriges Jubiläum, wurde jedoch vor der Veranstaltung zunehmend kritisiert. Kritiker konzentrierten sich auf die antisemitische Geschichte des Festivals und darauf, wie es mit diesem Vermächtnis umgeht. Der jüdische Publizist Michel Friedman wurde zunächst eingeladen, über Richard Wagners Antisemitismus und die Geschichte des Festivals zu sprechen, wurde aber später aus dem Programm entfernt, bevor er erneut eingeladen wurde. Die Süddeutsche Zeitung kritisierte diese Situation als einen nationalen Wunsch, die Konfrontation mit der deutschen Vergangenheit zu vermeiden. Katharina Wagner, die seit 2015 künstlerische Leiterin ist, wird beschuldigt, historische Vernachlässigung zu betreiben, insbesondere wegen der Inszenierung von Hitlers Lieblingsoper "Rienzi" während des Jubiläumsjahres. Richard Wagner, bekannt für seine operatischen Innovationen, war auch ein prominenter Antisemit.
Tendenz-Einschätzung (Links): Der Artikel beschreibt die Kontroverse um den Umgang des Bayreuther Festivals mit seiner antisemitischen Geschichte in einer kritischen Perspektive und betont die Bedenken hinsichtlich der historischen Rechenschaftspflicht.





