Ungarns Premierminister Péter Magyar hat der Nationalversammlung einen zwölf-Punkte-Verfassungsänderungsvorschlag vorgelegt, der darauf abzielt, Präsident Tamás Sulyok vor Ende seiner Amtszeit im Jahr 2029 aus dem Amt zu entfernen. Der Schritt kommt, nachdem Sulyok im Jahr 2024 unter dem Einfluss des ehemaligen Premierministers Viktor Orbán gewählt wurde, nachdem sein Vorgänger Katalin Novák aufgrund eines Kindesmissbrauchsskandals zurückgetreten war. Magyar argumentiert, dass Sulyok, der von Orbán gewählt wurde, zur Zerstörung der Republik Ungarns beigetragen und eine Regierung unterstützt hat, die die Rechtsstaatlichkeit untergraben hat. Mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament, die durch seinen Wahlsieg im April gesichert wurde, zielt Magyar darauf ab, Orbans Einfluss weiter zu beschränken. Die vorgeschlagenen Änderungen umfassen die Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten auf fünf Jahre oder bis zur Verabschiedung einer neuen Verfassung, die Begrenzung der parlamentarischen Vertreter auf drei Legislaturperioden, die Einrichtung eines unabhängigen Gerichts und die Festlegung eines Rentenalters für Richter von 70 Jahren.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert den Verfassungsänderungsvorschlag und seine Beweggründe neutral, zitiert die Argumente von Magyar und den politischen Kontext, ohne offen eine Seite zu bevorzugen.





