Eigentum & Einordnung
Gegründet: 2014
Eigentum
CORRECTIV ist Deutschlands erster non-profit investigativer Nachrichtenraum, der 2014 ins Leben gerufen wurde und von der CORRECTIV Recherchen für die Gesellschaft gemeinnützige GmbH mit Sitz in Essen und Berlin betrieben wird.
Finanzierung
Finanziert als gemeinnützig durch Stiftungszuschüsse (die Brost Foundation gab von 2014 bis 2018 rund 3,8 Millionen Euro, neben Unterstützern wie den Open Society Foundations), Unternehmens- und institutionelle Unterstützung sowie Mitgliedsbeiträge und Leserspenden anstelle von kommerziellem Eigentum.
Zugehörigkeit & Haltung
CORRECTIV verfolgt investigativen und faktenprüfenden Journalismus mit einer Mitte-Links-Orientierung, ist aber als unabhängige gemeinnützige Organisation strukturiert, die von einem Kuratorium geleitet wird, ohne dass eine Partei, eine Regierung oder ein Eigentümer die redaktionelle Kontrolle ausübt.
Redaktionelle Tendenz
- Unsere Einschätzung
- Eher progressiv
- Aus der Berichterstattung gemessen
- Mittebasierend auf 42
78/100
Faktentreue
75/100
Objektivität
43
Artikel
43
Berichte
Faktentreue: Wie genau die Artikel dieses Mediums die Fakten wiedergeben, gemessen an Primärquellen und dem Konsens der anderen Medien. Gezählt werden nur Artikel, die ihre Quellen nennen.
Objektivität: Wie neutral der Text ist — ob die Berichterstattung frei von eigenen Vorlieben und Meinungen der Autorin oder des Autors bleibt.
Aktuelle Berichterstattung

Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt: Ein Kaffee mit Herrn Siegmund? So lief die MDR-Wahlarena
Vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nahmen führende Kandidaten verschiedener Parteien an einer von MDR ausgestrahlten Fernsehdebatte mit dem Titel "Fakt ist! Wahlarena" teil, in der sie sich mit Fragen der Öffentlichkeit zu Themen wie Bildung, Gasversorgung, Migration, Krieg und Frieden befassten. Die Diskussion konzentrierte sich stark auf Bedenken hinsichtlich Demokratie, gesellschaftlicher Spaltung und der zukünftigen Rolle der AfD, was in Meinungsumfragen zu einer Unterstützung von über 40 Prozent führt. Ein Zuschauer fragte, warum die CDU eine "Firewall" gegen die AfD aufrechterhalten würde, wenn sie sich mit ihren Wählern engagieren wollten. Der CDU-Präsident Sven Schulze erklärte, er habe keine Absicht, mit der AfD zusammenzuarbeiten, betonte aber seine Bereitschaft, mit ihren Unterstützern zu sprechen. Der AfD-Kandidat Ulrich Siegmund beschrieb ein Gefühl des Optimismus unter seinen Unterstützern, während die Linkskandidatin Eva von Angern warnte vor dem Vorschlag der AfD, die Schulpflicht an der Universität zu ersetzen, ein weiteres wichtiges Thema, das besonders für die Opfer von Mobbing war.

Schutz von Institutionen: Bundesrat sieht sich für AfD-Regierung gewappnet
Der Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte (SPD) stellt fest, dass die Präsenz der AfD zwar politisch spürbar sein könnte, er jedoch keine erheblichen Störungen des Gesetzgebungsprozesses voraussieht. Er betont, dass die demokratischen Kräfte wahrscheinlich die Oberhand gewinnen werden, und betont die Notwendigkeit fortgesetzter Bemühungen, eine von der AfD geführte Regierung zu verhindern. Die AfD führt derzeit in Meinungsumfragen in Sachsen-Anhalt vor der CDU, die die derzeitige Führung innehat. Bovenschulte stellt fest, dass der Bundesrat seine Verfahrensregeln bereits aktualisiert hat, um die Stabilität zu verbessern und potenzielle Herausforderungen für die verfassungsmäßige Ordnung zu verhindern, obwohl diese Änderungen nicht speziell auf die AfD abzielten, sondern nach mehr als drei Jahrzehnten notwendig wurden.
Ceuta: Keine Belege für Kampagne in Sozialen Netzwerken
In der spanischen Exklave Ceuta erreichte Mitte August 2026 eine ungewöhnlich hohe Zahl von Geflüchteten, was den Verdacht geweckt hat, dass die Migrationsbewegung möglicherweise durch Soziale Netzwerke orchestriert worden sein könnte. CORRECTIV untersuchte die Situation und fand zwar keine konkreten Belege für eine zentral gesteuerte Kampagne, doch zeigte die Recherche, dass Soziale Netzwerke eine wichtige Rolle spielten. Flüchtlinge informierten sich und koordinierten sich teilweise über diese Plattformen, wobei einige Informationen als irreführend oder falsch bewertet wurden. Einige Beiträge, insbesondere mit einer Fehlinterpretation eines Gerichtsurteils, trugen möglicherweise zur Verbreitung der Gerüchte an einer Grenze bei. Der Sprecher des spanischen Innenministeriums bestätigte einen Anstieg der Migrationsbewegungen seit Frühjahr 2026, jedoch keine Warnung vor Massenvertriebung.

In Ceuta wächst der Frust über die Regierung
Ein Versuch von Migranten, in die nordafrikanische Enklave Ceuta zu gelangen, wurde an diesem Wochenende aufgrund der verstärkten Sicherheitsmaßnahmen Spaniens und Marokkos vereitelt. Nach einem großen Zustrom von etwa 72.000 Migranten zwei Wochen zuvor schlugen Berichte eine mögliche Grenzöffnung am 15. August vor, was zu einer erhöhten Polizei- und Militärpräsenz an der Grenze führte. Trotz dieser Bemühungen versuchten Hunderte von Migranten, die Grenze von der marokkanischen Stadt Fnideq aus zu erreichen, Berge zu erklimmen und von Hubschraubern und Pfefferspray zerstreut zu werden. Obwohl es keine größeren Überfahrten gab, äußern die Bewohner weiterhin ihre Frustration über ungelöste Probleme wie Hygiene, Zugang zur Gesundheitsversorgung und Sicherheit. Einheimische wie Josefa, eine ältere Frau, kritisieren die Regierung dafür, dass sie ihre Bedenken nicht angegangen ist, und bemerken, dass Beamte, die für Fotomöglichkeiten besucht haben, nachhaltigen Lösungen suchen.

Ceuta: Marokko und Spanien verstärken Grenzsicherung
Nach Aufrufen in den sozialen Medien für einen weiteren Zustrom von Migranten in Richtung Ceuta haben Marokko und Spanien die Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze zwischen Marokko und der spanischen nordafrikanischen Enklave deutlich verstärkt. In der marokkanischen Grenzstadt Fnideq wurden zusätzliche Stacheldrahtbarrieren errichtet, zusammen mit zahlreichen Kontrollpunkten an den Zufahrtsstraßen, und Wasserwerfer sind an der Grenze selbst stationiert. Marokkanische Sicherheitskräfte haben am Strand in Fnideq Positionen eingenommen, wo viele Migranten Ende Juli zuvor versucht hatten, nach Ceuta zu gelangen.

CORRECTIV-Fluss-Atlas: Deutschlands Flüsse trocknen aus
Die Datenanalyse von CORRECTIV zeigt, dass die aktuelle Niedrigwasserkrise kein isoliertes Ereignis ist, sondern das Ergebnis eines langfristigen Rückgangs des Flusswasserspiegels in den vergangenen 34 Jahren. Bei 60% der Überwachungsstationen sind die Wasserstände in Dürreperioden deutlich gesunken, während fast 70% zwischen 2018 und 2025 Rekordtiefströme verzeichneten. Der Trend deutet darauf hin, dass die Flüsse Deutschlands zunehmend austrocknen. Dies hat schwerwiegende Auswirkungen auf Ökosysteme, die Wirtschaft und die Trinkwasserversorgung, insbesondere in Regionen, in denen Flüsse Trinkwasser liefern. Experten führen die Situation in erster Linie auf schwere Dürrebedingungen zurück, die zu erhöhten Wassertemperaturen, Algenblockaden und Fischsterblichen geführt haben.

Terror gegen Indigene: Russlands Repression gegen die eigenen Nationen
In diesem Artikel werden koordinierte Überfälle der russischen Behörden gegen indigene Aktivisten im Dezember 2025 diskutiert, bei denen ihre Häuser ins Visier genommen und ihre persönlichen Sachen beschlagnahmt wurden. Der Zeitpunkt wurde so festgelegt, dass die Kommunikation zwischen den Aktivisten verhindert werden kann. Der Artikel beleuchtet den historischen Kontext, in dem diese Gruppen vom Staat als "Terroristen" bezeichnet wurden. Es wird erklärt, dass in Russland über 190 ethnische Gruppen leben, darunter auch indigene Gemeinschaften mit einer Bevölkerung von oft weniger als 50.000. Diese Gruppen, wie die Tschulymen und Sami, verlassen sich auf traditionelle Praktiken wie Fischfang, Jagd und Rentierzucht, die eng mit ihrer kulturellen Identität verbunden sind. Der Artikel betont die wirtschaftliche Bedeutung dieser Regionen und macht gleichzeitig Bedenken über die Unterdrückung indigener Völker geltend.

PULTU: KATAPULT und CORRECTIV machen Geopolitik verständlich
CORRECTIV und Katapult haben ein neues Magazin namens PULTU ins Leben gerufen, das komplexe geopolitische Themen zugänglicher machen soll. Die Publikation konzentriert sich auf die Erklärung aktueller globaler Konflikte, ihrer Ursachen und der zugrunde liegenden Kräfte, die sie antreiben. Es wurde als Reaktion auf die russische Invasion der Ukraine gegründet und enthält Karten und Grafiken, um komplexe Entwicklungen zu vereinfachen.

Was kosten psychische Erkrankungen wirklich?
Der Artikel behandelt die laufende Debatte über die vorgeschlagenen Kürzungen der Psychotherapiegebühren in Deutschland, die sowohl bei Patienten als auch bei Fachleuten zu Protesten und Bedenken geführt haben. Die Krankenkassen argumentieren, dass die Therapiegebühren im vergangenen Jahrzehnt unverhältnismäßig gestiegen sind, was sie dazu veranlasst hat, Klagen gegen die Entscheidung einzureichen. In der Zwischenzeit hat die Bundesregierung weitere Kostensenkungsmaßnahmen durch das Beitragsstabilisierungsgesetz eingeführt. Kritiker warnen, dass diese Kürzungen den Zugang zur psychischen Gesundheitsversorgung verschlechtern könnten, wobei sie lange Wartezeiten und regionale Unterschiede bei der Verfügbarkeit von Therapeuten anführen. Der Artikel hebt die Argumente von Fachleuten im Bereich der psychischen Gesundheit hervor, dass die Reduzierung der Therapiedienstleistungen aufgrund unbehandelter psychischer Erkrankungen zu höheren wirtschaftlichen Kosten führen könnte.

„Sie sagen, der 15.“: Nachrichten in Sozialen Netzwerken deuten neuen Ansturm auf Ceuta an
Am Ende Juli 2026 strömten Zehntausende Menschen aus Marokko in die spanische Exklave Ceuta, wobei über hundert Opfer starben. Viele Betroffene kehrten bereits nach Marokko zurück, doch es wird befürchtet, dass ein ähnlicher Ansturm im August wiederkehren könnte. Soziale Netzwerke spielten eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Spekulationen und Falschmeldungen, darunter Videos, die irreführende Aussagen enthielten, sowie Tipps zu möglichen Fluchtrouten. Analysen der spanischen Zeitung El País, der Redaktion Maldita und eines Berichts der Militärpolizei Guardia Civil zeigen, dass in sozialen Medien offenbar Diskussionen um eine weitere Massintritt am 15. August stattfinden. Die Guardia Civil Medien, dass in sozialen Berichten zum Grenzübertritt bereits mit 15. August zurückgekehrt war. Die Ermittlungen wurden öffentlich auf Facebook, Twitter und Twitter veröffentlicht.

Drohnenfund in Leipzig: „Es liegt nahe, dass Russland hinter dem Angriff steckt“
In Leipzig wurde eine Bombendrohne am Flughafen gefunden, was zu Spekulationen über mögliche staatliche Akteure führte. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gab zunächst vorsichtige Aussagen ab, während Grünen-Politiker Konstantin von Notz den Anschlag auf Russland zurückführte. Von Notz argumentierte, dass die Entdeckung der Drohne in der Nähe ukrainischer Frachtmaschinen sowie das Muster des Angriffs auf kritische Infrastruktur auf Russland hindeuten. Dobrindt hielt sich jedoch bewusst zurück, da Hinweise noch nicht eindeutig sind und er seine Worte sorgfältig wählen musste. Zudem wird der Begriff 'hybrider Anschlag' oft auf russische Aktivitäten angewendet, obwohl andere Länder wie Iran ebenfalls in diesem Bereich tätig sind.

Nachrichtendienste: Poseck: Jederzeit Risiko von Anschlägen
In dem Artikel wird von Roman Poseck, dem hessischen Innenminister, die Bedenken bezüglich des erhöhten Terrorrisikos in Deutschland diskutiert. Er verweist auf die jüngste Eskalation der Bedrohungsgrade durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, der die Bewertung von "abstrakt" auf "hoch" verschoben hat. Poseck hebt zwei große Vorfälle hervor: den islamistischen Angriff während der Christopher Street Parade in Berlin und einen hybriden Angriff mit einer Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig. Diese Ereignisse zeigen die wachsende Gefahr, die von Extremisten und anderen Staaten mit Sabotage, Spionage und hybriden Bedrohungen ausgeht. Nach dem Hessischen Verfassungsschutzbericht 2025 bleibt der Rechtsextremismus die größte Bedrohung in Hessen, aber es gab einen spürbaren Anstieg von Gewalttaten von linken Extremisten und Islamisten sowie Fälle von Spionage und hybriden Bedrohungen.

Nein, Merkel sagte nicht, sie habe Migranten ins Land geholt, um Rechtsextreme zu stoppen
Ein Videoclip aus einem Interview mit der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zirkuliert in den sozialen Medien und behauptet fälschlicherweise, sie habe zugegeben, absichtlich muslimische Migranten nach Deutschland zu lassen, um die extreme Rechte zu stoppen. Der Clip, der aus einer ARD-Sendung namens "Freiheit Deluxe" vom 6. März 2026 stammt, beginnt in der 24. Minute. In dem Interview spricht Merkel über ihre Erfahrungen, bei Wahlkampfveranstaltungen von AfD-Mitgliedern niedergeschrien zu werden, und betont die Einheit der deutschen Bürger, einschließlich derer mit Migrationshintergrund. Sie kritisiert den Versuch der AfD, die Bevölkerung in "richtige" und "falsche" Gruppen zu teilen, und erklärt, dass dies dem Grundgesetz widerspricht. Merkel erwähnt jedoch nicht, dass sie absichtlich Menschen nach Deutschland brachte oder die extreme Rechte in dem gesamten 70-minütigen Interview aufhierte. Die falsche Behauptung wurde zunächst von dem britischen Rechtsextremen Tommy Robinson verbreitet, und die Aussage wurde später weiter verzerrt.








